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„Unser Dorf hat (k)eine Zukunft“ – Start der Veranstaltungsreihe in Garding

Mit der Veranstaltungsreihe „Unser Dorf hat (k)eine Zukunft“ machen die AktivRegionen Südliches Nordfriesland und Eider-Treene-Sorge das Handlungsfeld demographischer Wandel und Innenentwicklung greifbar. Die erste Veranstaltung findet in Garding statt.

Unser Dorf hat (k)eine Zukunft in Garding

Garding, 30.10.2010 – „Unser Dorf hat (k)eine Zukunft“ – die Veranstaltungsreihe zu den Themen demographischer Wandel, Leerstand und Innenentwicklung lockte Ende Oktober mehr als 100 Interessierte in die St.-Christian-Kirche in Garding. Im Rahmen der ersten von vier Informationsveranstaltungen, zu denen die AktivRegionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland einladen, galt es, die Kirche im Dorf zu lassen. Dass unser Dorf eine Zukunft hat, gab Claus Röhe, Vorsitzender der AktivRegion Südliches Nordfriesland, in seiner Begrüßung kund.

Im Publikum saßen nicht nur Bürgermeister und Gemeindevertreter, sondern vor allem interessierte Einwohner, die die Aussage von Referent Otmar Weber (Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft, Saarland) unterstützten: „Nur aktive Menschen haben aktive Dörfer“. Eine Förderung von Objekten und Projekten ist nur da möglich, wo aktive Bürger sich beteiligen. Steigende Geburtenzahlen bei gleichzeitig steigendem Betreuungsangebot sind hierfür indes unerlässlich, da waren sich alle Anwesenden einig. Junge Menschen lassen sich nur dort nieder, wo ausreichend für deren Nachwuchs gesorgt wird. Wenn der ländliche Raum dies nicht leisten kann, ist eine Entwicklung des Dorfes nicht mehr gegeben.

Das Thema Innenentwicklung macht auch vor der Kirche nicht halt. Damit die Kirche im Dorf bleibt, teilen sich in Zeiten sinkender Kirchensteuereinnahmen vier Kirchengemeinden ein regionales Büro in Garding, stellte Pastor Thomas Knippenberg aus Garding fest, andernfalls wäre ein Fortbestand der Kirchengemeinde nicht möglich.

„Eine gemeinde- und amtsübergreifende Versorgungsplanung spart in Zeiten des Bevölkerungsrückgangs vor allem Kosten“, konstatierte Referentin Dr. Gabriele Lamers, Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales, Arbeit und Senioren des Kreises Nordfriesland an den Beispielen Pflege, Kinderbetreuung, Brandschutz und Wohnungsmarkt.

„Wir kommen nur weiter, wenn wir an einem Strang ziehen“, forderte Dagmar Kilian vom Institut „Raum&Energie“ in ihrem Vortrag. Sie berichtete aus ihren Erfahrungen der Erstellung eines ganzheitlichen Entwicklungskonzeptes für die Gemeinde Tating. „Wichtig ist, dass das Entwicklungskonzept und seine Umsetzung nicht nur von der Politik, sondern auch von der breiten Öffentlichkeit getragen wird“, so Kilian weiter.

Interkommunale Kooperation, steigende Bürgerbeteiligung und die Bündelung von Ideen und Wünschen ebnen den Weg zu unserem zukünftigen Dorf. Dazu bemerkte Herbert Lorenzen, Amtsdirektor Amt Eiderstedt, abschließend: „Dass unsere Kommunen eine Zukunft haben, liegt in unseren Händen“!

Die Vorträge zu der Veranstaltung finden Sie hier:

Förderung LPLR alt