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Kanutourismus in der Flusslandschaft: Erste Treffen der AG Besucherlenkung und der Kanuanbieter

In dem AktivRegion Leuchtturmprojekt "Nachhaltige Entwicklung des Kanutourismus in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge" wird das Kanurevier der Flusslandschaft nachhaltig gestärkt und entwickelt. Nun Traf sich die AG Besucherlenkung zu einem ersten Treffen.

Erstes Treffen der AG Besucherlenkung im Kanutourismus

Erfde/Bargen, 27.04.2011 – Seit einem knappen halben Jahr liegen die Bewilligungsbescheide für das Leuchtturmprojekt Kanutourismus in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge vor. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung Ende September letzten Jahres und einer begeisterten Umweltministerin, die sich persönlich über das Projekt informierte, geht es nun ans Eingemachte.

Von Oktober bis März fanden in der gesamten Region die Ortstermine zu den einzelnen Standorten statt. Bei Eis, Regen und Sturm strotzten Regionalmanagerin Cornelia Saure und Mathias Günther vom Planungsbüro RegionNord dem schlechten Wetter und besprachen mit jedem Bürgermeister die gewünschten Maßnahmen. Nun geht es darum, mit den ersten Maßnahmen, die für den Sommer 2011 geplant sind, zu beginnen. Ein wichtiger Baustein ist hierbei die Besucherlenkung. Diese hat zum Ziel, die Paddler in ungewohnter Umgebung zum Ziel zu geleiten und an den Anlegestellen willkommen zu heißen. Und damit die Kanuten schon auf dem Wasser erkennen, ob sie am Ufer anlegen können, wird ein Hinweisschild mit der „Gelben Welle“ aufgestellt, dass bundesweit einheitlich ist, und die Paddler wasserseitig begrüßt. Zur Ausarbeitung der praktischen Inhalte der Besucherlenkung ist eine Arbeitsgruppe mit einer breiten Beteiligung der unterschiedlichen Interessengruppen initiiert worden. Ihr obliegt bspw. die Gestaltung der Infotafel, die die Kanuten und Passanten am Ufer informieren. In einem ersten Treffen vor Ostern wurden Themen und Inhalte der Infotafeln festgelegt. Die benötigen Informationen werden in einem nächsten Schritt über einen Erfassungsbogen, den die beteiligten Gemeinden sowie Experten zu bestimmten Fachthemen (z.B. Natur, Historie, Paddlerinfos) erhalten, abgefragt.

Wie wichtig aber auch die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch der Kanuanbieter untereinander ist, zeigte ein erstes Treffen nach Ostern im Stapelholm-Huus in Erfde/Bargen. So wurden die Kanuanbieter nicht nur über die laufenden Aktivitäten im Projekt informiert. Ziel des Treffens war es, eine gemeinsame Rahmenvereinbarung für den Kanusport und -tourismus in der Flusslandschaft festzulegen, die von allen Kanuanbietern verbindlich getragen und in der Umsetzung unterstützt wird. Bereits im 2007 erarbeiteten Kanukonzept einigten sich alle Akteure auf eine Minimierung des Nutzungsdrucks im Oberlauf der Treene und eine gezielte Besucherlenkung. Diese Eckpunkte werden in der Rahmenvereinbarung ebenso aufgegriffen wie die Sicherheit und Qualität der Angebote oder die Einweisung und Information der Paddler vor Tourenbeginn. Dazu zählen auch Hinweise zu dem Verhalten in der Natur sowie an und auf dem Wasser. So waren sich alle Anwesenden einig, dass der übermäßige Alkoholkonsum auf dem Wasser durch präventive Maßnahmen und Hinweise eingeschränkt werden muss.

Die Arbeitsgruppen werden sich künftig in regelmäßigen Abständen treffen, um das weitere Vorgehen und den Ausbau der Kanuinfrastruktur im Einklang mit Natur und Umwelt zu planen und umzusetzen.