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Ergebnispräsentation des Energiekonzeptes der Landschaft Stapelholm

In Seeth wurden die Ergebnisse des Energiekonzeptes Landschaft Stapelholm vorgestellt.

Seeth, 12.03.2014 – Wie kann zukünftig eine gemeinsame, nachhaltige Energieversorgung in Stapelholm aussehen?  Bei der Ergebnispräsentation des Energiekonzeptes Landschaft Stapelholm wurden Lösungen gezeigt.
Ein Jahr erarbeiteten die 10 Gemeinden Stapelholms gemeinsam mit der Bevölkerung und den Fachleuten Dipl.-Ing. Jörg Wortmann und Dipl.-Ing. Peter Bielenberg ein Energiekonzept für die Landschaft Stapelholm. Das AktivRegion-Projekt neigt sich nun dem Ende entgegen. Bei der Ergebnispräsentation stellten die Diplom-Ingenieure Jörg Wortmann und Peter Bielenberg die erarbeiteten Ergebnisse vor. Fast 30 Personen, bestehend aus Arbeitskreisteilnehmern, Bürgermeistern und Interessierten, informierten sich über die Möglichkeiten der Landschaft Stapelholm in der zukünftigen Energieversorgung.

Die Gäste erhielten einen breiten Überblick über die Möglichkeiten für die Region. Dabei stellte sich heraus, dass Nahwärmenetze und der Anschluss an diese die praktikabelste Möglichkeit für die Region sein werden, da die Reduktion der Kosten durch Energieeinsparung durch eine flächendeckende Sanierung des Gebäudebestandes nicht realistisch ist. Das Ziel, so die Fachleute, ist es, dass Energie bezahlbar bleibt und gleichzeitig landschaftlich verträglich hergestellt wird. Die Experten rechnen vor, dass bereits ein Großteil des verbrauchten Stroms in der Region produziert wird, was sehr erfreulich ist. Weiteres Potential zur Energiegewinnung um den gesamten Stromverbrauch aus der Region heraus decken zu können, liegen in der Nutzung von Gülle und den Abfallprodukten des Knickschnitts.

Weitere Möglichkeiten zur Erzeugung, beispielsweise von synthetischen Ölen, wie die Katalytische Drucklose Verölung (KDV) befinden sich noch in der Entwicklungsphase, können aber zu einem späteren Zeitpunkt von Interesse werden. Die Experten raten hier, die Entwicklung am Markt zu beobachten und zu prüfen, ob diese eine Alternative für die Landschaft Stapelholm darstellen können.

Eines der verlosten Strommessgeräte stellt Lutz Siebertz (Förderverein Landschaft Stapelholm) den Stapelholmern zur Verfügung, so kann jeder privat oder im Unternehmen die individuellen Stromfresser lokalisieren und austauschen.
Jörg Wortmann verteilt mit dem Ende der Konzeptaufstellung noch einen Arbeitsauftrag an den Stapelholmer Arbeitskreis. Er rät, den KfW-Beraterzuschuss weiter als Fördermöglichkeit publik zu machen, Veranstaltungen zu dem Thema Energie zu initiieren und die entstandenen Netzwerke auch künftig weiter zu pflegen und zu nutzen. 

Als Fazit kann aus dem Konzept gezogen werden, dass eine flächendeckende Sanierung des Gebäudebestandes finanziell nicht realisierbar ist und nach anderen Möglichkeiten gesucht werden muss. Daher ist die Erzeugerseite zu betrachten. Es sollte das Ziel sein, günstig regenerative Energie zu erzeugen und diese der Gemeinschaft günstig zur Verfügung zu stellen. Weiter ist es Aufgabe der Privatanbieter Stromfresser zu lokalisieren und hier das bestehende hohe Einsparpotential durch Austausch von Geräten nach Möglichkeiten auszuschöpfen. Generell ist die Kooperation in den Gemeinden Stapelholms eine sehr gute Grundlage um auch künftig in der Energieversorgung die Vorteile durch die Gruppe zu nutzen.

Am Samstag, dem 22.03.2014 besuchen die Arbeitskreisteilnehmer zum Abschluss die Fachmesse new-energy in Husum. Hier werden neben dem Besuch gemeinsam konkrete Arbeitsschritte für die Region formuliert mit denen dann, nach dem Abschluss des Projektes, weiter gearbeitet werden kann.

Förderung LPLR alt