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AktivRegionen beschreiten neue Wege

Im Stapelholm-Huus hielten die AktivRegion Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland die erste gemeinsame Vorstandssitzung ab. Vorbildlich, denn eine stärkere Kooperation zwischen den Regionen gehört zu den Herausforderungen der neuen EU-Förderperiode.

Erfde-Bargen Für die Vorstände der AktivRegionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland galt es, wichtige Entscheidungen für die kommende EU-Förderperiode zu fällen. Beide Vorstände tagten jetzt gemeinsam im Stapelholm-Huus und tauschten anschließend in entspannter Atmosphäre Ideen für Projekte und überregionale Kooperationen aus – in Schleswig-Holstein ein Novum.

Die Vorgabe des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) ist klar: Für die Förderperiode 2014-2020 ist mehr Kooperation zwischen den Regionen gewünscht. In diesem Sinne luden beide AktivRegionen jetzt zur gemeinsamen Vorstandssitzung ein. Dieses Vorgehen ist neu: Während sich die Regionalmanager der Schleswig-Holsteinischen AktivRegionen regelmäßig austauschen, blieben die Vorstände bislang unter sich. Für letztere ergab sich jetzt eine gute Gelegenheit, die Pendants aus der Nachbarregion kennen zu lernen sowie Ansätze und Ideen für eine Zusammenarbeit zu finden.

Nach einer allgemeinen Vorstellungsrunde trennten sich die Vorstände zunächst, um intern die Vorabstimmung für die jeweiligen Integrierten Entwicklungsstrategien (IES) vorzunehmen. Auf der Tagesordnung der AktivRegion Eider-Treene-Sorge standen neben den Förderzielen und -quoten die Varianten möglicher Projektträgerschaften. Neben öffentlichen Trägern will die AktivRegion verstärkt private Träger unterstützen. Wenn Letztere einem öffentlichen Anliegen dienen, müssen sie dieses allerdings nachweisen. Auch Wirtschaftsbetriebe können profitieren – für sie wird es eine eigene Förderquote geben. Eine Besonderheit winkt bei Kooperationsprojekten zwischen AktivRegionen: Hier können zusätzliche Gelder akquiriert werden. Bedingung für die Projektförderung sind in jedem Fall eine positive Bewertung durch den Vorstand der AktivRegion und der Bewilligungsbescheid vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Außerdem ist nach wie vor eine Kofinanzierung von Land und Kommunen erforderlich.

Im Vergleich zur auslaufenden Förderperiode tragen die AktivRegionen zukünftig eine wesentlich größere Verantwortung. Im Gegenzug erhalten sie aber auch mehr Gestaltungsspielraum. Die Regionen legen ihre Förderschwerpunkte, - Quoten und -Ziele für die kommenden Jahre selbst fest. Daraus ergibt sich jeweils ein von den regionalen Besonderheiten geprägtes Profil. Die Bedeutung der Entwicklung einer tragfähigen IES reicht aber noch weiter: Die Strategie ist gleichzeitig die Grundlage für die maßgebliche Anerkennung als AktivRegion durch das Ministerium. Sie muss bis zum 30. September eingereicht werden.

Mit der gemeinsamen Vorstandssitzung machten beide Vorstände klar, dass mit Nachdruck daran arbeiten, wieder als AktivRegion anerkannt zu werden. Sie nehmen die Forderung des Landesamtes nach mehr Kooperation ernst – die Vernetzung soll weiter ausgebaut werden, die lockere Vorabstimmung ab 2015 in konkrete Projekte münden.

Regionales Ambiente: Die Vorstände der AktivRegionen tagten gemeinsam im Stapelholm-Huus, dem Sitz der Eider-Treene-Sorge GmbH.
Regionales Ambiente: Die Vorstände der AktivRegionen tagten gemeinsam im Stapelholm-Huus, dem Sitz der Eider-Treene-Sorge GmbH.
Förderung LPLR alt