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Drei von vier Unterkünften werden online gebucht

Die Tourismusvereine der Flusslandschaft gründen eine Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG).

Ein gute Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit: einige der im Rahmen der Marketingoffensive erstellten Printprodukte. Viele Internetprojekte und Veranstaltungen kommen noch hinzu.
Ein gute Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit: einige der im Rahmen der Marketingoffensive erstellten Printprodukte. Viele Internetprojekte und Veranstaltungen kommen noch hinzu.

Erfde-Bargen Noch im Dezember dieses Jahres wird die Zusammenarbeit der regionalen Tourismusvereine der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge und des Grünen Binnenlandes durch die Gründung einer Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) eine neue Qualität erreichen. Darüber waren sich die Vertreter der Tourismusvereine, die sich im Stapelholm-Huus trafen, einig. Ein weiteres Thema der Tagung war der erfolgreiche Abschluss des Großprojektes „Marketingoffensive“.

Mit der TAG soll die gemeinsame Vermarktung der Region gestärkt und die gute Zusammenarbeit fortgeführt werden. Seit 2002 besteht der Arbeitskreis Tourismus, aus dem die neue Struktur hervorgeht. Noch in diesem Jahr wollen die öffentlichen und touristischen Partner – die Ämter Nordsee-Treene und Hohner Harde sowie die Tourismusvereine Grünes Binnenland, Viöl-Land, Friedrichstadt und Dithmarschen Tourismus – die neue Kooperation unterschreiben. In einer kleinen Arbeitsgruppe werden die Touristiker ab 2015 ein bis zwei Mal pro Jahr tagen und mit dem Budget gemeinsame Maßnahmen beschließen.

Bei einem ersten Rückblick auf die zurückliegende Saison zeigten sich die Vertreter der Tourismusvereine zufrieden: Die Buchungszahlen sind im Vergleich zum Vorjahr merklich angestiegen. Unter anderem sei natürlich das gute Wetter im Sommer ein Faktor gewesen, aber auch die Vermarktung in den neuen Medien zeige Wirkung, erklärte Marianne Budach, Geschäftsführerin der Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland. „Zwischen 75 und 80 Prozent der Gäste buchen mittlerweile online“, stellte Budach fest. Auch Christian Mende, Geschäftsführer des Vereins Dithmarschen Tourismus, betonte, dass mittlerweile drei von vier Urlaubern den Weg über das Internet nutzen. Einigkeit herrschte unter den Anwesenden auch darüber, dass die Online-Vermarktung ausgebaut werden sollte.

Diesen Trend unterstreichen zwei aktuelle Teilprojekte des Großprojektes „Marketingoffensive“, die Projektmanagerin Sabine Müller (Eider-Treene-Sorge GmbH) vorstellte. Nicht nur mit den „Lieblingsplätzen in der Flusslandschaft“, in denen norddeutsche Originale ihre Geheimtipps im Grünen verraten, auch mit den neuen Vermietervideos werden Urlauber im Internet angesprochen. Bereits im vergangenen Jahr waren 23 Vermieterportraits unter dem Titel „Wissen, bei wem man wach wird“ veröffentlicht worden. Nach dem Erfolg der ersten Filme – die Buchungszahlen bei den betreffenden Gastgebern waren deutlich gestiegen – folgten jetzt 27 weitere. Die wichtigste Werbeplattform für die insgesamt 50 Kurzportraits sowie die „Lieblingsplätze“ sind Facebook und YouTube. Ab 2015 werden sie mit einer Broschüre auf Messen und Veranstaltungen beworben.

Die „Marketingoffensive“ läuft seit 2012 unter Trägerschaft der Stadt Friedrichstadt. Seitdem wurde eine Vielzahl an Maßnahmen zu touristischen Themen umgesetzt – darunter waren neben vielen Printprodukten auch verschiedene Internetprojekte: Im Jahr 2013 wurden etwa der touristische Bereich der Internetseite der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge komplett überarbeitet und die Homepages der Tourismusvereine Friedrichstadt und Grünes Binnenland in das Dänische übersetzt. Auch verschiedene Seminare für die Weiterbildung der Akteure konnten im Rahmen des Projekts angeboten werden. Der Schwerpunkt lag mit Themen wie Konfliktmanagement, Servicequalität und Tourismusrecht auf der Qualifizierung von privaten Vermietern.

Auf der Tagung des Arbeitskreises Tourismus konnte Sabine Müller für das umfangreiche Projekt eine positive Bilanz ziehen. „Mit einem neuen Radringbuch und den Vermieterfilmen sind auch die letzten beiden Teilprojekte umgesetzt“, erklärte Müller. Damit sei die „Marketingoffensive“ abgeschlossen. Mit dem sichtbaren Erfolg habe man zudem eine Grundlage für die Arbeit der neuen TAG.