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Jugendarbeit und AktivRegion

Ute Babbe und Hanna Fenske präsentierten erfolgreiche Projekte bei landesweiter Tagung der Kreisjugendpflege.

Auf der IGW mit Jims Bar: Martin Büchner, Jan-Hinnerk Thür und Laura Nickelsen mixten alkoholfreie Cock-tails auf dem Stand der AktivRegion.zoom
Auf der IGW mit Jims Bar: Martin Büchner, Jan-Hinnerk Thür und Laura Nickelsen mixten alkoholfreie Cock-tails auf dem Stand der AktivRegion.

Husum Die Jugendarbeit und die AktivRegionen sollten enger zusammenarbeiten. Das machten Ute Babbe (Mädchentreff Ostenfeld, Vorstand AktivRegion Südliches Nordfriesland) und Hanna Fenske (Regionalmanagement Südliches Nordfriesland) auf einem landesweiten Treffen der Kreisjugendpflege in der Husumer Jugendherberge deutlich. Mit positiven Beispielen machten sie Werbung für mehr Kooperation.
 
„Der erste Kontakt zwischen Mädchentreff und AktivRegion war eigentlich ein Zufall“, erzählte Babbe. Der Mädchentreff sollte damals bei der Entwicklung neuer Strategien für die Arbeit des Vereins helfen. Daraus habe sich dann eine fruchtbare Zusammenarbeit ergeben, so Babbe weiter. Um die Vertreter der Kreisjugendpflege – diese ist ein Bindeglied zur offenen Jugendarbeit der Städte und Gemeinden – für die Kooperationsmöglichkeiten zu begeistern, stellten die beiden Frauen erfolgreiche Beispiele wie das Jugendmedienprojekt „Dütt Land is mien Land“ vor.
 
17 Kurzfilme wurden 2006  von Jugendgruppen im ländlichen Raum – unter Trägerschaft der Gemeinde Ostenfeld – gestaltet und produziert. Die Filme haben das Lebensgefühl der Kinder und Jugendlichen gespiegelt und deren kreatives Potenzial aufgezeigt. Zum Abschluss fand ein gemeinsames Filmfest mit allen beteiligten Kindern, Jugendlichen, Jugendgruppenleitern und Gemeindevertretern statt. 
 
Von 2010 bis 2012 wurde zur Stärkung der Arbeit der lokalen Jugendpfleger im Südlichen Nordfriesland das Projekt „Vernetzung der Jugendarbeit im ländlichen Raum“ umgesetzt. Aus dem etablierten Arbeitskreis, der noch heute tagt und gemeinsam neue Projekte für die Jugendarbeit entwickelt, ist unter anderem ein gemeinsames Ferienprogramm für die gesamte Region entstanden. Das Projekt gewann zudem einen Preis im Bereich „Innovative Ideen im ländlichen Raum“ der Bundesrepublik Deutschland.

Weitere Vorzeigeprojekte stellen Fenske und Babbe mit dem Skaterpark Olderup und dem Jugend Mobil vor. Der Skaterpark wurde erst im vergangen Jahr eingeweiht auf Eigeninitiative der örtlichen Jugendlichen möglich gemacht. Damit haben sie gezeigt, so Fenske, „dass man mit viel Engagement – und Unterstützung von Gemeinde und AktivRegion – wirklich etwas bewegen kann.“ Olderup und die nähere Umgebung sind für Familien mit Kindern attraktiver geworden.

Das Modellprojekt JugendMobil hat durch die Anschaffung eines Kleinbusses die Angebote von Jugendeinrichtungen in Nordfriesland besser erreichbar gemacht. Der Kreisjugendring Nordfriesland hat damit nicht nur die Mobilität der beteiligten Vereine und Verbände gestärkt – sie profitieren auch vom Ideenaustausch mit anderen Vereinen und bauen so ihr Netzwerk aus. An erster Stelle wurde der Bewegungsradius der Jugendlichen selbst verbessert. Obwohl sie in weit verstreuten Dörfern leben, können sie gemeinsam zu Freizeit- und Kulturangeboten fahren, die Region kennenlernen und soziale Kontakte pflegen.
 
Die Chance, die regionalen Projekte auch über das Südliches Nordfriesland hinaus bekannt zu machen, konnte auf dem Auftritt der AktivRegion Südliches Nordfriesland auf der Internationalen Grünen Woche 2012 genutzt werden. Hier durfte auch die Jugendarbeit nicht fehlen. Sie wurde unter anderem vertreten durch „Jims Bar“. Das Projekt bildet Jugendliche zu Barkeepern für alkoholfreie Getränke aus und leistet so einen Beitrag zur Suchtprävention.

Auch in der gerade angefangenen EU-Förderperiode, das machte Fenske deutlich, könne die Jugendarbeit ausgezeichnet mit den AktivRegionen zusammenarbeiten. 2,86 Mio € stehen jeder der 22 schleswig-holsteinischen AktivRegionen bis 2020 zur Verfügung. Antragsberechtigt sind kommunale, gemeinnützige und private Träger. In jeder Region kann das Beratungsangebot des Regionalmanagements wahrgenommen werden. Neben der Förderung von Projekten biete die AktivRegion, so Babbe, „die große Chance sich besser mit den unterschiedlichsten Akteuren zu vernetzen und Gedanken zu komplexen Themen auszutauschen.“