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Startschuss für AktivRegionen

Wettbewerb Daseinsvorsorge bietet Chancen für Kommunen/Landesprogramm bewilligt

DIe AktivRegion traf sich dieses Mal in den Räumen der GGS Tellingstedt.
DIe AktivRegion traf sich dieses Mal in den Räumen der GGS Tellingstedt.

Eine wahrlich gute Nachricht hatte Jan-Nils Klindt vom Landesamt für LLUR im Gepäck. Zur 29. Vorstandssitzung der AktivRegion Eider-Treene-Sorge konnte Klindt bekannt geben, dass die EU-Kommission das Landesprogramm für Ländliche Räume bewilligt hat.

Bei der Sitzung in der Grund- und Gemeinschaftsschule Tellingstedt wurde die Nachricht aus dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (MELUR) sehr positiv aufgenommen, schließlich kommt die Bewilligung einem Startschuss für die 22 AktivRegionen in Schleswig-Holstein gleich. Sie müssen mit der Stellung von Förderanträgen lediglich abwarten, bis die letzten Rahmenbedingungen des Landes feststehen. Dies sei aber voraussichtlich bis Juli zu erwarten, so Klindt, und Beschlüsse seien ja ohnehin bereits jetzt möglich. Dabei unterstrich der Landesbeamte: „Die erste Spielregel ist die Integrierte Entwicklungsstrategie.“

Zahlreiche Projekte hat der Verein bereits in Planung, wobei die nachhaltige Daseinsvorsorge den Schwerpunkt bildet. Der Umsetzungswettbewerb „Zukunftsorientierte Daseinsvorsorge“ soll Kommunen motivieren, sich Gedanken um die Gestaltung des demografischen Wandels zu machen. Eine wichtige Aufgabe ist etwa die Sicherung von Einkaufsmöglichkeiten und sozialen Treffpunkten sowie deren Erreichbarkeit. Für die Teilnahme sollen öffentliche Träger zunächst ein interkommunal abgestimmtes Gutachten erstellen, um sich anschließend mit Infrastrukturprojekten auf Fördermittel zu bewerben. Nach der Auswahl durch den Vorstand erhalten die besten fünf Konzepte jeweils 125.000 € für Umsetzungsmaßnahmen – bei einer Mindestinvestition von 250.000 €. Den Start der Konzeptphase hat der Vorstand für Anfang September dieses Jahres festgelegt.

Nicht gefördert werden sollen zukünftig investive Maßnahmen an Schulen. „Hierfür sind die Mittel der AktivRegion zu gering“, machte der Vorsitzende Stefan Ploog deutlich. Der Bedarf für Investitionen sei zwar vielerorts gegeben, so Ploog. Die Mittel der AktivRegion – bis 2020 sind es etwa 2,86 Mio. Euro – würde bei diesem Thema aber einfach verpuffen oder in wenigen Orten hängen bleiben und damit den ohnehin bestehenden Wettbewerb zwischen den Schulen noch verstärken. „Wir wollen uns hier zugunsten nicht-investiver Projekte beschränken“, erklärte Ploog, „und damit die Bildung im ländlichen Raum sinnvoll unterstützen.“ Daher habe man die Einladung in die Tellingstedter Schule auch gern angenommen. Die AktivRegion unterstützt ausdrücklich alle außerschulischen Initiativen, die eine kooperative Vernetzung zu Schulen aufbauen wollen.