Eider-Treene-Sorge GmbH
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Förderung kann schneller starten als gedacht

Gesellschafterversammlung: AktivRegionen beschließen erste Projekte/Region wirbt mit Strandkorb um Touristen.

Die Gesellschafter der GmbH vor dem Stapelholm-Huus in Bargen.

Im April hatte die Eider-Treene-Sorge GmbH für die gleichnamige AktivRegion sowie für das Südliche Nordfriesland die Aufträge zur Geschäftsführung erhalten. Das entsprechende Landesprogramm wurde jetzt bewilligt und die AktivRegionen können loslegen. Auf der Gesellschafterversammlung der Eider-Treene-Sorge GmbH wurde das Vorgehen für die neue Förderperiode präsentiert.
 
Geschäftsführer Karsten Jasper verkündete die gute Nachricht: Weit früher als erwartet habe man Bescheid über die Genehmigung des Landesprogramms für ländliche Räume durch die EU-Kommission bekommen. Insgesamt 6 Projekte haben die Vereinsvorstände bereits beschlossen: fünf im Südlichen Nordfriesland („Platt för de Schoolkinners“, „Geschichte der Seebäder St. Peter und Ording“, der „Schulhof der Grundschule Friedrichstadt“ sowie eine „Gemeinsame Marketingplattform für den Gruppentourismus an der Westküste“) und eins in der AktivRegion Eider-Treene-Sorge – dabei handelt es sich um ein nutzerorientiertes Mobilitätskonzept für den ländlichen Raum. Außerdem, so Jasper, sei in letzterer das Verfahren für den Umsetzungswettbewerb „Zukunftsorientierte Daseinsvorsorge“ abgestimmt worden. Der Wettbewerb soll Anreize für Kommunen bieten, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten.
 
Auch erste Arbeitskreise tagen bereits, um Akteure zu vernetzen und gemeinsam Projekte zu entwickeln – in der Eider-Treene-Sorge-Region widmet man sich verstärkt dem Thema Mobilität, wobei der Arbeitskreis Grundlage für die Erstellung des beantragten Mobilitätskonzeptes ist. Im Südlichen Nordfriesland tagt seit kurzem das Netzwerk Bildung, in dessen Rahmen sich Vertreter unterschiedlichster Bildungseinrichtungen im Kreisgebiet treffen, um Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Neben der Geschäftsführung für die AktivRegionen, so Jasper, sei die GmbH auch an vielen weiteren Entwicklungsprozessen beteiligt. Hierzu zählen unter anderem „ZukunftStadt“ in Friedrichstadt oder der Wettbewerb Kerniges Dorf, am dem die Gemeinde Löwenstedt teilnimmt. Dieser zeichnet Dörfer für ihr Engagement im Umgang mit den Auswirkungen des demographischen Wandels aus.
 
Viel tut sich auch bei der öffentlichen Wahrnehmung der Agentur. Yannek Drees zeigte den Gesellschaftern auf, in welchen Dimensionen die Nutzerzahlen im Online-Bereich anwachsen. Stiegen bis zum 31. Mai dieses Jahres die Nutzerzahlen der Homepage www.eider-treene-sorge.de um fast 20 % im Vergleich zu Vorjahr, so haben sich die Zahlen bei Facebook beinahe verdreifacht. Einen besonderen Hingucker präsentierte Drees mit dem Entwurf für einen Strandkorb in den Farben der Flusslandschaft. Dieser soll, sobald er fertiggestellt und mit dem Logo versehen ist, im neuen Besucherpavillon am Ostuferhafen Kiel aufgestellt werden. Hier, so Drees, „warten jedes Jahr tausende von Touristen auf insgesamt 21 Kreuzfahrtschiffe.“ Diese würden durch Korb mit darin ausgelegten Broschüren effektiv angesprochen, so Drees weiter, denn wer schon einmal eine Kreuzfahrt gemacht habe, wisse, wie groß der Andrang in den Wartehallen sei.
 
Gut passen würde der Strandkorb auch zu einer eigenen Veranstaltung – dem Kanuschnuppertag, der am 1. August in Schwabstedt stattfindet. Gemeinsam mit vielen Unterstützern vor Ort wie der Gemeinde und dem örtlichen Handels –und Gewerbeverein stellt die GmbH ein spannendes Programm rund um das Thema Paddeln auf die Beine. Um möglichst viele Kanuten an die Badestelle an der Treene zu locken, wird die Aktion „Erst sweten, dan eten“ ins Leben gerufen: Wer am Veranstaltungstag ein Kanu oder ein Stand-up-Paddelbrett an der Treene leiht und damit nach Schwabstedt paddelt, bekommt eine warme Mahlzeit spendiert.