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Echt Schaf: Husum jetzt Mitglied in AktivRegion Südliches Nordfriesland

Landesprogramm bewilligt/Förderanträge können ab jetzt gestellt werden

Claus Röhe, Peter Empen und Malte Hansen

Husum Der große Ratssaal war passend gewählt für die Mitgliederversammlung der AktivRegion Südliches Nordfriesland – die Veranstaltung war gut besucht. Kein Wunder, bildete sie doch den Ausgangspunkt für die neue Förderperiode. Mit der Stadt Husum wurde ein neues Mitglied begrüßt.
 
Bürgervorsteher Peter Empen nahm als Begrüßungsgeschenk das eingerahmte Logo „Echt Schaf!“ vom Vorsitzenden Claus Röhe entgegen. Husum war schon zuvor mit dem Ortsteil Schobüll dabei, jetzt ist die ganze Stadt Mitglied im Verein. Empen sieht darin viele Chancen für die Stadt. „Wir wollen uns nicht nur lokal, sondern in der ganzen Region orientieren“, sagte Empen. Die Stadt wolle sich mit eigenen Projekten einbringen, so Empen weiter, aber auch ihre Verantwortung als Partner im Entwicklungsprozess des Südlichen Nordfrieslands wahrnehmen. Auch von Seiten der AktivRegion geht man von einer Win-Win-Situation aus, das bekräftigten sowohl Röhe als auch Norbert Limberg vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Limberg gab außerdem bekannt, dass das Landesprogramm für ländliche Räume, aus dem auch die Mittel der AktivRegionen stammen, anerkannt wurde.  Ab sofort können Projekte bei der AktivRegion Südliches Nordfriesland beantragt werden.
 
Zu diesem Anlass zog Claus Röhe eine abschließende Bilanz der alten Förderperiode: Das Grundbudget von ca. 1,2 Mio. Euro an Fördermitteln für die Jahre 2007-2013 konnte durch weitere Fördertöpfe auf etwa 4,5 Mio. Euro aufgestockt werden. Insgesamt 82 Projekte hat der Verein so möglich gemacht. „Das ist eine wirklich hohe Zahl“, machte Norbert Limberg deutlich. Damit, so Limberg mit einem Lächeln, mache die AktivRegion dem Landesamt mehr Arbeit als andere – sie ist in dieser Hinsicht Vorreiter in Schleswig-Holstein. Bemerkbar machte sich auch der Fokus auf überregionale Zusammenarbeit: 12 Projekte seien gemeinsam mit benachbarten Regionen umgesetzt worden, erklärte Röhe. Außerdem seien 10 Arbeitsplätze geschaffen und 60 gesichert worden. „Die wirtschaftlichen Effekte durch externe Aufträge sind da noch gar nicht drin“, sagte Röhe.
 
Für die neue Förderperiode 2015-2023 stehen der Region insgesamt 2,86 Mio. Euro zur Verfügung. Mit dem Regionalmanagement wurde erneut die Eider-Treene-Sorge GmbH beauftragt. Regionalmanagerin Hanna Fenske erklärte, dass man aus der bisherigen Arbeit auch lernen wolle. So seien im Laufe der vergangenen Jahre auch Projekte zurückgezogen worden, weshalb die Verbindlichkeit bei der Antragstellung erhöht werden soll. Auch sei es in Einzelfällen vorgekommen, dass Vergaberecht oder Vorgaben bei der Abrechnung nicht eingehalten worden seien, so Fenske.
 
Zum Start der neuen Förderperiode gab es einige Veränderungen im Vorstand: Für die Städte Husum und Tönning wurde je ein neuer Vertreter gewählt. Als Stellvertreterin Malte Hansens vom Husumer Ordnungsamt wurde Barbara Ganter, Abgeordnete im Stadtparlament, gewählt. Für Frank Haß, vormals Bürgermeister von Tönning, kam dessen Nachfolgerin Dorothe Klömmer in den Vorstand. Stellvertreter für HGV-Verbundsprecher Bernd Häring wurde Udo Bruhn von der Wirtschaftsgemeinschaft Oldenswort. Als Wirtschafts- und Sozialpartner bestätigten die Mitglieder Ute Babbe für den Mädchentreff Ostenfeld, als ihren Stellvertreter Theo Maier.
 
Wer eine Projektidee hat, die den Zielen der AktivRegion Südliches Nordfriesland entspricht, und eine Förderung beantragen möchte, meldet sich bei Regionalmanagerin Hanna Fenske, Tel.: 04333-992493, fenske@eider-treene-sorge.de.