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Besuch aus Hamburgs Metropolregion

Vertreter der AktivRegion Alsterland waren zu Gast bei der AktivRegion Eider-Treene-Sorge. Unter anderem besuchten sie die Meierei Milchkanne.

Matthias Koberg zeigte dem Vorsitzenden Bernd Gundlach und der AktivRegion Alsterland seine Meierei.
Matthias Koberg zeigte dem Vorsitzenden Bernd Gundlach und der AktivRegion Alsterland seine Meierei.

Das Alsterland zwischen Henstedt-Ulzburg und Bargteheide und die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge sind beide ländlich geprägt, dennoch bestehen große Unterschiede: Durch die Lage in der Metropolregion Hamburg gibt es im Alsterland zum Beispiel kaum Leerstand – im nördlichen Binnenland durchaus ein Thema. Andererseits ist es auch nahe des Hamburger Stadtrands eine Herausforderung, die Nahversorgung in den Dörfern sicher zu stellen. Ähnliche Aufgaben fanden sich zudem im Tourismus. Hier arbeiten beide daran, ihre touristische Infrastruktur auszubauen.

Regionalmanagerin Imke Wolff erklärte ein großes Projekt der vergangenen Jahre: „Ungefähr drei Jahre lang beschäftigte sich die AktivRegion Alsterland mit dem Aufbau eines überregionalen Wanderwegenetzes.“ Um ein optimales Wandererlebnis zu ermöglichen wurden ein einheitliches Beschilderungssystem, Informationstafeln an den Einstiegspunkten der Routen sowie Park- und Rastmöglichkeiten eingerichtet. Im März fand die feierliche Eröffnung statt. Was im westlichen Teil des Gebiets erfolgreich umgesetzt sei, so Wolff, plane man nun auch für den östlichen Teil.

Das erinnert stark an die Kanuinfrastruktur in der Eider-Treene-Sorge-Region. Hier waren zwischen 2010 und 2012 knapp 40 Einsetzstellen mitsamt Beschilderung und einem regionalen Marketing geschaffen worden. Seitdem ist das Dreistromland weitaus bekannter unter Kanuten geworden und auch die Tourismuswirtschaft profitiert davon. „Es haben sich während der Projektlaufzeit zwei neue Kanuanbieter und in diesem Jahr eine Stand-up-Paddel-Vermietung angesiedelt“, erklärte Yannek Drees (Eider-Treene-Sorge GmbH) den Alsterländern. Im Alsterland wie in der Flusslandschaft ist das Ziel klar: Das Profil als Tourismusregion schärfen und sich gegenüber den starken Mitbewerbern an den Küsten behaupten.

Neben touristischen Projekten wurden auch der „lütte Loden“, einen modernen Tante-Emma-Laden in Hollingstedt, sowie das „Hollinghus“ besucht. In letzterem sind die Ausgrabungen eines alten Wikingerhafens und damit die Verbindung zum Dannewerk ausgestellt. Außerdem auf der Agenda: die Aktive Mitte Löwenstedt. Hier erfuhren die Gäste, wie sich die vier Dörfer Löwenstedt, Norstedt, Haselund und Sollwitt durch eine groß angelegte Kooperation den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen. Unter anderem durch Jugendgemeinderäte werden hier junge Menschen in die Kommunalpolitik einbezogen.

Ebenfalls gute Ideen, aber auch Erlebnisse für die Sinne bot die Meierei Milchkanne in Bergenhusen. Sinkende Milchpreise und einer härter werdender Wettbewerb machen auch vor dem Familienbetrieb Koberg nicht halt. Um am Markt zu bestehen, wurde 2012 unter dem Motto „De melk kümmt“ eine Hofmolkerei mit Direktvermarktung aufgebaut. Mit Unterstützung der AktivRegion Eider-Treene-Sorge wurde das Projekt umgesetzt. Seitdem beliefern Kobergs an vier Tagen die Woche private Haushalte, Hofläden, Kindergärten und Schulen mit frischen Milchprodukten. Dabei wächst das Angebot stetig: Neben den „Klassikern“ wie Milch und Joghurt können auch Frischkäse, Eis und Eier bestellt werden. Regionale Partner erweitern die Angebotspalette zusätzlich. Dass für Erfolg am Markt gute Qualität unerlässlich ist, wurde spätestens beim Probieren klar.

Dass Kobergs Milchprodukte gut schmecken, weiß auch Hauke Klünder, Regionalmanager der AktivRegion Eider-Treene-Sorge. Er hält auch lange nach Umsetzung des Projekts den Kontakt zu Kobergs Betrieb: „Bei der Eider-Treene-Sorge GmbH werden wir zweimal in der Woche beliefert, bei fünf Kollegen kommt eigentlich immer eine Bestellung zusammen.“ Auch für zuhause bestellt Klünder häufig mit. Besonders lieben seine Kinder das leckere Eis. Davon und von den anderen Produkten nahmen sich die Gäste aus dem Alsterland einiges mit nach Hause.