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Starke Leistung

Der Markttreff Delve öffnet nach knapp neun Monaten die Türen.

Betreiberin Berit Thomsen erfüllt sich mit dem MarktTreff einen Lebenstraum.
Betreiberin Berit Thomsen erfüllt sich mit dem MarktTreff einen Lebenstraum.

Delve hat jetzt einen MarktTreff. Der kleine, liebevoll eingerichtete Tante-Emma-Laden war bei der Eröffnung völlig überfüllt, sodass auch eine zweite und dritte Kasse Sinn gemacht hätten. In der ehemaligen Bücherei der Alten Schule können die Menschen aus der Umgebung wieder die Dinge des täglichen Bedarfs kaufen. Gedauert hat die Umsetzung knapp neun Monate – ein beeindruckendes Tempo. Möglich gemacht haben das die neuen Betreiber Berit und Knut Thomsen, aber auch die vielen tatkräftigen Helfer.

"Allein hätten wir das nicht geschafft", erklärte Berit Thomsen. Mussten sie auch nicht, denn die Gemeinden Delve und Hollingstedt standen geschlossen hinter dem Betreiberpaar. Auch finanziell unterstützen die Bürger das Projekt. Für den MarktTreff wurde die Genossenschaft Treffpunkt Eiderschleife eG gegründet. "Hierfür waren 150 Mitglieder und eine Einlage von 20.000 Euro nötig", sagte Delves Bürgermeistern Petra Elmentaler. Aber bereits auf der großen Bürgerversammlung am 23. April hätten von 130 Teilnehmern drei Viertel spontan zugesagt, zu helfen. Die Zielmarke haben die Delver bis zur Eröffnung locker überschritten: 187 Genossen beteiligen sich mit mindestens 100 Euro an der Finanzierung. Von dem Geld, am Ende waren es sogar 21.500 Euro, wurde der Laden eingerichtet.

Bemerkenswert: Der MarktTreff wurde ohne Landesmittel realisiert. Dennoch sind Berit und Knut Thomsen gern Teil der MarktTreff-Familie. "Wir haben schon jetzt viel vom Austauch mit anderen Betreibern profitiert und die Marke ist bekannt", sagte Berit Thomsen den Gästen. Die Markenrechte wurden erst der Gemeinde und von dieser dann an die Betreiber übertragen. Jürgen Blucha, Referatsleiter für ländliche Entwicklung im Kieler Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume betonte, dass er gewöhnlich einen Förderbescheid dabei habe. In Delve sei das aber nicht der Fall, was die Geschwindigkeit bei der Umsetzung durchaus begünstigt habe. "Mit Förderung hätte es länger gedauert", machte Blucha deutlich. Dennoch, so Blucha weiter, leiste das Ministerium bei der Suche nach Fördermöglichkeiten für  Erweiterungsvorhaben gern Unterstützung.

Großes Lob gab es auch von Karsten Jasper, Geschäftsführer der Eider-Treene-Sorge GmbH. Die Gemeinden könnten stolz sein, den Nahversorger und Treffpunkt in Eigenregie umgesetzt zu haben, so Jasper. Für die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge, wo es die meisten MarktTreffs in Schleswig-Holstein gebe, sei jeder weitere ein großer Gewinn, so Jasper, insbesondere wenn die Unterstützung aus den Gemeinde so groß sei wie in Delve und Hollingstedt. "Von anderen MarktTreffs ganz unterschiedlicher Formen und Größen wissen wir: Nur wenn Bürgerschaft und Gemeinde den Treffpunkt akzeptieren und unterstützen, kann es klappen."

Trotz der berechtigten Feierlaune waren die Anwesenden in Gedanken bei Delves ehemaligem Bürgermeister Peter Maaß, der in diesem Jahr unterwartet verstorben war. "Für Peter Maaß war das Projekt eine Herzensangelegenheit", sagte Petra Elmentaler. "Er hat es ins Leben gerufen und wir alle zusammen haben es in seinem Sinne zuende gebracht."

Reger Betrieb im neuen MarktTreff: Der Kassenzettel hängt längst bis zum Boden.
Reger Betrieb im neuen MarktTreff: Der Kassenzettel hängt längst bis zum Boden.
Täglich geöffnet: In Delve kann wieder eingekauft werden – auch sonntags.
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