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Bildung besser finden

Netzwerk Bildung Süd will Einrichtungen und Nutzer zusammenbringen.

Das Netzwerk Bildung Süd tagte in der Familienbildungsstelle Husum.
Das Netzwerk Bildung Süd tagte in der Familienbildungsstelle Husum.

Husum Wer ein Bildungsangebot im Südlichen Nordfriesland sucht, soll es schnell und unkompliziert finden. Das hat sich das Netzwerk Bildung Süd zur Aufgabe gemacht. Der Ort des dritten Treffens war passend gewählt: Das Familienzentrum Husum fungiert als Netzwerkstelle für Anbieter in der Umgebung der Stormstadt.
 
„Ziel des Familienzentrums ist die Vernetzung bestehender Angebote“, machte Sozialpädagogin Christin Scharre deutlich. Die zentrale Aufgabe, so Scharre weiter, liege also nicht in der Schaffung neuer Angebote. Das Familienzentrum will soziale Einrichtungen miteinander ins Gespräch bringen und zugleich die Bürger über das gesamte Angebot informieren. Neben der Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs an Bildungseinrichtungen gehört dazu auch, das Familienzentrum bei den Bürgern bekannt zu machen. Im nächsten Schritt soll eine Printbroschüre über die Arbeit informieren, auch ein Internetauftritt ist in Planung.
 
Hier sah Lutz Martensen von Kreishandwerkerschaft Nordfriesland Süd einen Anknüpfungspunkt zu seinem derzeitigen Projekt. Die Homepage www.handwerknordfriesland.de soll im nächsten Jahr um den Bereich Bildung erweitert werden. Die „Seite für alles in Nordfriesland“ soll alles, was im Kreisgebiet in Sachen Handwerk und Ausbildung passiert, besser auffindbar zu machen. Mittels eines Profils können Betriebe sich auf der Seite vorstellen und vom großen Nutzerstrom und einer hohen Position bei Suchmaschinen profitieren. Derzeit, so Martensen, gebe es bereits knapp 3000 solcher Profile, Tendenz steigend. „Mit jedem weiteren erhöht sich die Popularität bei Suchmaschinen“, erklärte Martensen, der sich sichtlich überrascht vom Wachstum der Seite zeigte.
 
Die Seite soll nun auch Institutionen und Einrichtungen im Bildungsbereich einbinden. Außerdem sollen auch zum neuen Thema Bildung aktuelle Meldungen veröffentlicht werden. Durch die übergreifenden Inhalte würde die Seite eine besonders hohe Reichweite erzielen, so Martensen, und die einzelnen Profile könnten unkompliziert Suchmaschinen gefunden werden – etwa von Jugendlichen, die sich zu einer Ausbildungsstelle informieren oder Familien, die ein Betreuungsangebot suchen. Das, so Martensen, täten immer mehr und vor allem junge Menschen im Netz, und zwar direkt über die Eingabe bei Suchmaschinen und nicht über eine bestimmte Internetadresse.
 
Auch auf herkömmlichem Wege möchte das Netzwerk die Einrichtungen besser sichtbar machen. Begrüßt wurde der Vorschlag von Moderatorin Hanna Fenske und Yannek Drees von der Eider-Treene-Sorge GmbH ein sogenanntes ASLO-Bildungsplakat (ASLO = AußerSchulische LernOrte) zu erstellen. Darauf sind entsprechende Angebote auf einer Karte der Region verzeichnet und nach Themen sortiert. Das Plakat soll Schulen und Kindergärten einen Überblick über das bestehende Angebot verschaffen und den direkten Kontakt vermitteln. Die Idee stammt von der AktivRegion Hügelland am Ostseestrand zwischen Eckernförde, Kiel und Rendsburg. Durch den Austausch mit dieser könne man mit wenig Aufwand auch eine Variante für das Südliche Nordfriesland erstellen, erklärte Drees.
 
Das nächste Treffen findet im März im Mädchentreff Ostenfeld statt. Interessierte sind herzlich willkommen und können sich bei der Eider-Treene-Sorge GmbH, Tel. 04333-992490, informieren.