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Klimaschutz trifft Tourismus

Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge schafft 10 Elektroautos an/Werbung mit Naturmotiven

Thomas Klömmer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, und Geschäftsführer Karsten Jasper mit dem Leiter des BMW-Behördenvertriebs Jürgen Rau und Sven Szillat, Gebietsleiter Behördenverkauf Schleswig-Holstein.
Thomas Klömmer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, und Geschäftsführer Karsten Jasper mit dem Leiter des BMW-Behördenvertriebs Jürgen Rau und Sven Szillat, Gebietsleiter Behördenverkauf Schleswig-Holstein.

Erfde-Bargen Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Eider-Treene-Sorge-Region: Die Flusslandschaft wirbt vor allem mit viel unberührter Natur um Urlaubsgäste. Das umweltverträgliche Image unterstreicht die Eider-Treene-Sorge GmbH jetzt mit der Anschaffung von zehn Elektrofahrzeugen, die mit naturtouristischen Motiven beklebt werden. Die Verträge sind bereits unterschrieben, ausgeliefert werden die Fahrzeuge im Frühjahr.

„Die Elektroautos sind nicht nur innovativ und klimaschonend, sie eignen sich auch hervorragend als mobile Werbeträger für die Region“, erklärt Karsten Jasper, Geschäftsführer der Eider-Treene-Sorge GmbH. „Wer hier Urlaub macht, sucht Ruhe und die natürliche Umgebung.“ Zudem, so Jasper, legten immer mehr Touristen Wert auf Nachhaltigkeit. „Genau das bieten unsere Gastgeber: individuelle Entspannung in gemütlichen Ferienwohnungen, abseits von Bettenburgen und Großstädte“, sagt Jasper. Erst kürzlich hat die Region den ADAC-Tourismuspreis und damit viel Aufmerksamkeit in der Branche gewonnen.

Für die Eider-Treene-Sorge GmbH und ihre Gesellschafter ist der elektrische Dienstwagen nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Schnäppchen. Die Behörden nehmen ein günstiges Leasingangebot wahr. Möglich ist das durch eine Förderung des Bundes: Die Fahrzeuge sind zu Testzwecken zusätzlich mit einem „Range extender“ ausgestattet, der mit einem kleinen Benzinaggregat Strom erzeugt – so wird die ursprüngliche Reichweite von etwa 120 Kilometern verdoppelt.

Auch die Mitarbeiter von Ämtern und Regionalentwicklungsagentur kommen dabei gut weg: Sie können zukünftig auf die Nutzung des eigenen Kfz verzichten. Thomas Hansen, Amtsvorsteher im Amt Viöl, freut sich auf den neuen Dienstwagen: „Bisher haben unsere Mitarbeiter die Kilometer mit dem Privatwagen gemacht und dann mit dem Amt abgerechnet, das wird bald einfacher“, sagt Hansen. „Der besondere Fahrspaß“, macht Karsten Jasper deutlich, „kommt dann noch oben drauf.“

Natürlich steckt auch eine Prise Idealismus hinter der Entscheidung, schließlich soll der Schadstoffausstoß in der Region verringert werden: „Wir wollen ein Zeichen setzen und die Elektromobilität gemeinsam vorantreiben“, erklärt Hansen. Damit steht die Eider-Treene-Sorge-Region nicht alleine da. Elektromobilität ist ein nicht nachlassender Trend: Eine Million elektrisch oder teilelektrisch betriebene Autos sollen bis 2020 auf Deutschlands Straßen rollen. Erst kürzlich hat der Bund an der A7 die erste Schnellladestation gebaut – insgesamt 16 sind geplant.