Eider-Treene-Sorge GmbH
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Minister Meyer besucht Eider-Treene-Sorge-Region

Während eines Besuchs bei der Eider-Treene-Sorge GmbH informierte sich Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer über den Tourismus im Binnenland.

Minister Meyer besucht ETS

Erfde-Bargen Der Minister lobte des Engagement in der Region anhand zahlreicher Projekte wie „Wissen, bei wem man wach wird“, Hausbooten auf der Eider und einer geplante Ferienhaussiedlung in Bargen. Auch um die Anerkennung zur Lokalen Tourismusorganisation will sich der Minister kümmern.

Die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge ist sehr ländlich geprägt – zu ihr gehören weder größere Städte noch Hotels. Die Nachteile bei Bettenzahlen und Marketingbudget gleichen die Akteure durch eine seit langem bestehende enge Kooperation und gute Ideen aus. Einige von ihnen stellte Marianne Budach, Geschäftsführerin der Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland e.V. dem Minister und Kerstin Ehlers, Leiterin der Tourismusreferats, vor. Zuspruch fanden neben dem Filmprojekt, für das Meyer 2015 eigens den ADAC-Tourismuspreis überreicht hatte, auch die Hausboote auf der Eider und eine geplante Ferienhaussiedlung in Bargen.

Der Campingplatz „Bootsmann“ in Breiholz hat im März bereits die ersten Hausboote getauft, weitere werden über die AktivRegion Eider-Treene-Sorge gefördert. Sie sollen noch dieses Jahr zu Wasser gelassen werden. Zunächst werden die Boote fest verankert sein und Urlaubsgästen als besonderes Quartier dienen. Auch Wohnfässer nach schwedischem Vorbild werden angeboten.

Ein weiteres Großprojekt an der Eider ist in Bargen geplant. Dänische Investoren des Firma NOVASOL wollen hier einen zweistelligen Millionenbetrag in eine Ferienhaussiedlung investieren. Erfdes Bürgermeister Thomas Klömmer machte deutlich: „Die gesamte Gemeindevertretung steht geschlossen hinter dem Projekt.“ Auch Marianne Budach sieht in dem Vorhaben einen Gewinn für den Tourismus im Binnenland. Minister Meyer sagte, er unterstütze das Projekt ausdrücklich, wenn auch die Dimensionen noch zu klären seien.

Großen Raum nahm die Diskussion über die Anerkennung als Lokale Tourismusorganisation (LTO) ein. Die Region erreicht aufgrund ihrer ländlichen Struktur die 2009 für die Anerkennung geforderten Bettenzahlen und das Marketingbudget nur zu 80 % erfüllen. Die Voraussetzung, mindestens 50 % des Budgets für kooperative Maßnahmen einzusetzen werde hingegen übererfüllt, so Budach. Kein Wunder: Flächenprojekte wie die Kanuinfrastruktur oder die gemeinsame Marketingoffensive haben in der Region, die seit 2002 im Arbeitskreis Tourismus zusammen arbeitet, Tradition. Angesichts des großen Engagements erklärte der Wirtschaftsminister: „Die LTO-Kriterien definieren keine Ausnahmemöglichkeiten.“ Die gute Arbeit im Tourismus, so Meyer weiter, solle dennoch in der Anerkennung als LTO münden. „Wir kriegen das hin.“
Zuspruch fanden auch die Online-Aktivitäten in der Vermarktung. Die Eider-Treene-Sorge-Region sei hier weit vorn dabei, wie der Tourismuspreis zeige. „In Schleswig-Holstein machen nur 31 Prozent der Touristiker Werbung über soziale Medien“, so Meyer.

Den anwesenden Vertretern der acht Gesellschafter der Eider-Treene-Sorge GmbH stand er auch bei weiteren Fragen Rede und Antwort. So sprach Manfred Lindemann, Amtsvorsteher des Amtes Eider, die Situation der Gieselau-Schleuse an – und sah sich einig mit dem Minister. „Die Gieselau-Schleuse muss in Bundeshand bleiben“, sagte Meyer. Man wolle, so Meyer weiter, das vergiftete Geschenk Bundes nicht annehmen und versuchen diesen dazu zu bringen, zu seiner Infrastruktur zu stehen.