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Gemeinden arbeiten noch stärker zusammen

Interkommunale Entwicklung im Fokus der AktivRegion/Viele Bürgermeister auf Mitgliederversammlung

Auto? Nein, danke. Mitfahren? Ja, bitte! Erwin Kuderer bezog auf dem Regionaltag Position zu klimafreundlicher Mobilität.
Auto? Nein, danke. Mitfahren? Ja, bitte! Erwin Kuderer bezog auf dem Regionaltag Position zu klimafreundlicher Mobilität.

Erfde-Bargen „Wir haben heute die bestbesuchte Sitzung in diesem Jahr“, freute sich Stefan Ploog, Vorsitzender der AktivRegion Eider-Treene-Sorge zu Beginn der 10. Mitgliederversammlung. Zahlreiche Bürgermeister und Gemeindevertreter der 94 beteiligten Gemeinden nahmen teil. Der Schwerpunkt lag auf der interkommunalen Zusammenarbeit und den Fördermöglichkeiten für Infrastrukturprojekte.

„Bereits 913.512,19 € des Vereinsbudgets von insgesamt 2,86 Mio. € sind bereit per Zuwendungsbescheid gebunden“, erklärte Regionalmanager Hauke Künder. Kooperation steht dabei hoch im Kurs: Bei sieben der zehn bereits bewilligten Projekte handelt es sich um Entwicklungskonzepte, die stärkere Kooperation zwischen mehreren Gemeinden oder gleich in ganzen Amtsgebieten als Ziel haben. Das Amt Eider etwa erstellt derzeit ein Entwicklungskonzept, dessen Ziel eine stärkere Abstimmung der Gemeinden in Hinblick auf den demografischen Wandel ist. Volker Lorenzen vom Bauausschuss hatte dazu erklärt: „Unsere Ressourcen sind endlich – Infrastrukturen müssen gebündelt werden.“ Es gelte also, gebiets-übergreifende Kooperationsräume zu schaffen.
 
Hauke Klünder informierte über den aktuellen Stand des Mobilitätskonzeptes, das seit Ende 2015 mithilfe externer Büros erstellt wird. Er zeigte auf, welche Arbeitsschritte bereits getan und welche noch geplant sind. So fanden bereits drei Zukunftswerkstätten, eine Bürgerbefragung und zahlreiche persönliche Gespräche auf dem Regionaltag statt. Der Regionalentwickler zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Daraus konnten wir bereits ein erstes Bild davon gewinnen, wie es um die Mobilität in unseren Gemeinden nach Ansicht der Bürger bestellt ist“, so Klünder.
 
Das größte Interesse besteht laut Klünder an konkreten Projekten wie etwa der Mitfahrbank. Diese Idee, die in Schleswig-Holstein bereits in Bünsdorf, Groß Vollstedt und Hürup umgesetzt wurde, wollten die meisten Bürgermeister auch gern in ihrer Gemeinde möglich machen. Diese organisierte Variante des Trampens könnte ein Baustein für die bessere Anbindung gerade kleinerer Dörfer an lokale Versorgungszentren und den öffentlichen Nahverkehr sein. Aber auch Fahrdienste, Bürgerbusse und die Möglichkeit der Radmitnahme im Linienbus würden für viele eine deutliche Verbesserung bedeuten.