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AktivRegion belohnt interkommunale Projekte

Verein unterstützt zwei neue Vorhaben / Wettbewerb für mehr Fördermittel

Die AktivRegion tagte in der Akademie Sankelmark
Die AktivRegion tagte in der Akademie Sankelmark

Sankelmark Um die Qualität öffentlicher Projekte zu erhöhen, hat die AktivRegion Eider-Treene-Sorge einen Umsetzungswettbewerb für Kommunen ins Leben gerufen. Antragsreife Projekte mit interkommunalen Konzepten können bis zum 3. April 2017 eingereicht werden um mit bis 125.000 Euro gefördert zu werden. Der Vorstand beschloss auf der 35. Sitzung außerdem die Unterstützung einer Bildungsstätte in Ahrenviöl und eines kreisweiten Wärmekatasters in Dithmarschen.

Der Umsetzungswettbewerb „Zukunftsorientierte Daseinsvorsorge“ soll Kommunen motivieren, sich Gedanken um die Gestaltung des demografischen Wandels zu machen. Für die Teilnahme erstellen öffentliche Träger zunächst ein interkommunal abgestimmtes Gutachten, um sich anschließend mit Infrastrukturprojekten zu bewerben. Nach der Auswahl durch den Vorstand erhalten die besten fünf Projekte jeweils 125.000 Euro für Umsetzungsmaßnahmen bei einer Mindestinvestition von 250.000 Euro - normalerweise ist die Förderung durch die AktivRegion bei 50.000 Euro gedeckelt.

Der Vorsitzende Stefan Ploog machte deutlich, dass teilnehmende Projekte „antragsreif“ sein müssen. Neben verschiedenen baurechtlichen Auflagen, so Ploog, gelte das auch für den Finanzierungsplan: „Die Kommunen haben darauf zu achten, dass die jeweilige Maßnahme bis zum Ende durchfinanziert sein muss“, sagte Ploog und weiter: „Wir wollen einen hohen Standard in der Daseinsvorsorge und keine fixen Ideen, um Geld abzugreifen.“

Edith Carstensen, Bürgermeisterin der Gemeinde Ahrenviöl, warb beim Vorstand für die Unterstützung eines Bildungsprojektes. In Kooperation mit Ahrenviölfeld und Immenstedt möchte die nordfriesische Gemeinde eine Bildungsstätte errichten, die den örtlichen Vereinen und Institutionen als Tagungsraum und Versammlungsstätte dient. Zukünftige Nutzer, so Carstensen, seien unter anderem die Landjugend, der Kindergarten, die Amtsvolkshochschule, die Jugendfeuerwehr und die freiwillige Feuerwehr Ahrenviöl. Bei einer Investition von 223.700 Euro fördert die AktivRegion das Projekt mit 50.000 Euro.

Der Kreis Dithmarschen plant die Erstellung eines kreisweiten Wärmekatasters. „Ziel der Maßnahme ist die Optimierung der Wärmeversorgung in den Kommunen“, erklärte Jan-Hendrik Mohr vom Kreis Dithmarschen, „dadurch können Energie, Kosten und Treibhausgase eingespart werden.“ Im Rahmen einer Bestandsaufnahme werden unter anderem Wärmeverbraucher- und Produzenten abgeglichen. Wo ein Überschuss sichtbar ist, werden sogenannte Hotspots ausgemacht. Dort könnte z.B. die Abwärmenutzung von Gewerbebetrieben oder ein Nahwärmenetz sinnvoll sein. Aber auch das Potenzial für die Nutzung von Geothermie und Power to Heat sollen geprüft werden. Zu den geschätzten Kosten von 100.000 Euro gibt der Bund 70 Prozent dazu, aber auch die AktivRegionen Dithmarschen und Eider-Treene-Sorge finanzieren mit: letztere mit 1.688,40 €.