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Projekte für demografischen Wandel und Klimaschutz

Der Vorstand beschloss drei neue Vorhaben.

Der AWO-Ortsverein Heide und Umgebung e.V. möchte das Ehrenamt stärken.
Der AWO-Ortsverein Heide und Umgebung e.V. möchte das Ehrenamt stärken.

Hohn Viele Vereine und soziale Einrichtungen haben zunehmend Schwierigkeiten, ehrenamtliche Helfer zu finden. Gleichzeitig wissen engagierte Menschen oft nicht, wo ihre Hilfe gebraucht wird. Der AWO Ortsverein Heide e.V. möchte mit Unterstützung der AktivRegion Eider-Treene-Sorge die Kommunikation zwischen Einrichtungen und Ehrenämtlern verbessern. Außerdem fördert die AktivRegion zwei Machbarkeitsstudien in Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde.
 
„Die Digitalisierung bietet ein großes Potenzial, um dem demografische Wandel zu begegnen“, erklärte Karsten Wessels, Vorsitzender des AWO-Ortsverein Heide und Umgebung e.V. dem Vorstand der AktivRegion. Konkret soll mit dem Projekt „FRiEND“ (Freiwilligen- & EhrenamtsNetzwerk Dithmarschen) eine Internetplattform geschaffen werden, auf der sich alle Interessierten und Engagierten sowie Hilfe- und Wohnungssuchende schnell und unkompliziert informieren können. Zwei neu geschaffene Teilzeitstellen sollen Einzelpersonen und Institutionen mit dem Projekt bekannt zu machen, sie im Umgang mit der Plattform zu schulen sowie „FRiEND“ in ein nachhaltiges Konzept überführen. Das Investitionsvolumen von 125.300 Euro unterstützt die AktivRegion Eider-Treene-Sorge mit 10.855,16 Euro – Hauptfördermittelgeber ist die AktivRegion Dithmarschen.

„Selbstbestimmtes, würdiges Leben auf dem Land“ ist das Motto einer Machbarkeitsstudie, die Gemeinden Dörpling, Pahlen, Tielenhemme und Wallen in Auftrag geben möchten. Um die Lebensqualität auf dem Land zu verbessern, wollen die vier Dörfer die Grundlage für die Einrichtung eines Servicezentrums schaffen. Dieses soll ein Arzt- und Gesundheitszentrum, 20 seniorengerechte Wohnungen, ambulant betreute Demenzgruppen sowie ein zugehöriges Mobilitätsangebot beinhalten. Das Arzt- und Gesundheitszentrum ist bereits in Pahlen vorhanden und wird kontinuierlich ausgebaut. Die Kosten für die Studie eines fachkundigen Büros, die die Ausgangsbasis für das Vorhaben bilden soll, betragen 31.654 Euro, wovon die AktivRegion 15.960 Euro übernimmt. Unter anderem sollen die Ressourcen und Bedarfe mit allen relevanten Institutionen der Region sowie den Bürgern abgeklärt werden, um eine realistische Einschätzung des Vorhabens zu gewinnen.
 
Um Unterstützung für eine weitere Studie bat Dr. Sebastian Krug, Klimaschutzmanager beim Kreis Rendsburg-Eckernförde. Der Kreis will der Frage nachgehen, wie der Klimaschutz zukünftig organisiert werden soll. Im Fokus steht die Einrichtung einer Klimaschutzagentur, die laut Krug besonders effizient arbeiten könnte. Dass sich seine eigene Stelle längst bezahlt gemacht hat, machte er an den eingeworbenen Mitteln in den vergangenen Jahren deutlich. Ausgaben von etwa 224.000 Euro stünden zusätzlich eingeworbene Fördermittel in Höhe von 484.000 Euro gegenüber, so Krug. Zudem, so Krug weiter, könne eine solche Agentur statt „Alleskönnern“ Spezialisten einstellen, die wiederum neue Fördertöpfe erschließen und von der Arbeit im Team profitieren könnten. Außerdem könnten sich Bürger und Wirtschaft an der Agentur beteiligen und so den Klimaschutz weiter voranbringen. Kostenpunkt für die Studie: 55.692 Euro. Davon trägt die AktivRegion 3.217,50 Euro.