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Eröffnung Arche-Gärtnerei im Treenetal

In Eggebek eröffnet die Arche-Gärtnerei im Treenetal. Hier werden Restbestände bedrohter Arten gesammelt und vermehrt.

Eggebek, 17.05.2011 – Wo einst Löschfahrzeuge des heute stillgelegten Bundeswehr-Munitionsdepots in Eggebek parkten, werden heute Restbestände bedrohter Arten gesammelt, ihre Saat vermehrt, Setzlinge gezüchtet und wieder ausgewildert. Dieser Ansatz der „Arche-Gärtnerei im Treenetal“ ist nördlich der Elbe bisher einzigartig. Am 17. Mai wurde sie mit rund 50 Gästen offiziell eröffnet.

Die Träger des Archeparks, Geschäftsführer Thorsten Roos und die Vorsitzende des Fördervereins Mittlere Treene, Greta Lassen, freuten sich zusammen mit Nicola Brockmüller von der Stiftung Naturschutz als Eigentümerin des Geländes, über den Besuch des Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Vorstandes der Stiftung Deutsche Landschaft, Josef Göppel. Die Stiftung hatte mit einer finanziellen Förderung den Umbau zur Gärtnerei mitfinanziert.

Vorbild für die Arche-Gärtnerei war das Wildkräuter-Projekt anlässlich des 60. Landesverbands-Jubiläums der Landfrauen. Im Zuge dessen haben sie eine Broschüre mit nützlichen und praktischen Hinweisen zum Keim- und Ausbreitungsverhalten aufgelegt. Ratschläge, die der sechs Mann starken Truppe von Hartz-IV-Empfänger aus einer Eingliederungsmaßnahme der Neuen Arbeit Nord in Husby, sicherlich weiterhelfen. Tatkräftige Unterstützung ohne die die Gärtnerei sicherlich nicht so schnell in Betrieb hätte genommen werden können.

„Als erstes Zuchtgewächs ist die violett blühende Gewöhnliche Küchenschelle gesetzt. Die passt nämlich wie keine zweite zu dem Anspruch, aus dem Treenetal der Pflanzenwelt landesweit auf die Sprünge zu helfen: Diese Art gibt es Schleswig-Holstein-weit nur noch auf einer einzigen Fläche – im Treenetal-Örtchen Keelbek, nur einen Katzensprung von der „Arche-Gärtnerei“ entfernt. (HOLSTEINER COURIER, „DAS PFLANZEN-GEDÄCHTNIS DES LANDES“,13.05.2011)