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Pflegemaßnahmen in den Mooren der Eider-Treene-Sorge Niederung

In den Mooren der Eider-Treene-Sorge-Niederung werden aktuell zahlreiche Pflegemaßnahmen durchgeführt.

Pflegemaßnahmen im Hochmoor

In verschiedenen Mooren der Eider-Treene-Sorge Niederung wurden in diesem Winter wieder umfangreiche Pflegearbeiten durchgeführt, um die Lebensraumbedingungen für seltene Tiere und Pflanzen zu verbessern.


Optimierung der Lebensräume für Wiesenvögel

Im Naturschutzgebiet Alte Sorge-Schleife wurden Gräben aufgeweitet, um Flachwasserbereiche zu schaffen, wo die Wiesnvögel während der gesamten Brutzeit nach Nahrung stochern können. Eine Mähraupe der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mäht im Winter überständiges Gras auf einer angestauten Fläche ab. So weisen diese Flächen zur Ansiedlungsphase der Wiesenvögel kurzrasige und übersichtliche Vegetation auf. Genau solche Flächen benötigen die Wiesenvögel zum Brüten.


Erhalt einer seltenen Pfeifengraswiese

Pfeifengraswiesen sind mittlerweile ein sehr selten gewordener Lebensraumtyp. Früher wurden diese „Streuwiesen“, die sich meist in den Randbereichen von Hochmoore befinden, spät im Jahr gemäht und zur Einstreu fürs Vieh genutzt. Diese Form der Nutzung gibt es heute nicht mehr.

Eine kleine Pfeifengraswiese im Südermoor bei Bergenhusen wurde erstmalig seit längerer Zeit mit einem Einachsbalkenmäher von Mitarbeitern der Integrierten Station gemäht. Das Mähgut wurde von einem Landschaftspflegetrupp zusammengekehrt und abgefahren.


Hochmoorrenaturierung und Klimaschutz

In verschiedenen Mooren der Eider-Treene-Sorge Niederung, wie z. B. im Prinzenmoor und im Hartshoper Moor, beide im Kreis Rendsburg-Eckernförde gelegen, wurden auch in diesem Winter weitere Maßnahmen zur Anhebung der Wasserstände durchgeführt.

Hochmoore sind natürlicherweise wassergesättigt. Heute sind die meisten Hochmoore durch Trockenlegung und späterer Brenntorfgewinnung und Umwandlung in Grünland stark verändert. Durch die Entwässerung werden Nährstoffe und das klimaschädliche CO2 freigesetzt und der Lebensraum für bestimmte Tier- und Pflanzenarten vernichtet.

Ziel des Naturschutzes ist es daher, die Moore wieder zu vernässen. Dies geschieht vorwiegend durch Anstau der Gräben und Errichtung von Verwallungen, so dass das Niederschlagswasser nicht mehr abfließen kann. Wenn sich dann der Torfkörper wieder voll Wasser gesogen hat, kann die Besiedelung mit hochmoortypischen Pflanzenarten beginnen.

Die Pflegemaßnahmen wurden vom Land aus dem Programm „Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen“ finanziert.


(Bild: Bagger im Hochmoor/Lezius)