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Storchenschutz darf sich nicht im Bau von Nisthilfen erschöpfen

Die Storchenzahlen sind rückläufig, die Gründe sind vielfältig. Daher sollte der Storchenschutz nicht im Bau von Nistkästen enden.

Storchenschutz

Stapelholm, 28.03.2013 - Trotz kleiner Lichtblicke geht der Naturschutzbund Deutschland (NABU) davon aus, dass die Zahl der Störche eher rückläufig ist. Die Gründe sind vielfältig: Nahrungsmangel, Todesfälle an Mittelspannungsmasten oder die Jagd auf Störche in einigen Regionen Afrikas.

In unserer Region mangelt es an Nistplätzen nicht. Meister Adebar ist in Deutschland sehr beliebt. Doch was nützt der gemütlichste Nistplatz, wenn der Storch und seine Jungen keine Nahrung finden. Störche suchen ihre Nahrung im Umkreis von 2000 Metern um den Horst.

Wer die Störche in unseren Regionen halten möchte und Wert darauf legt, dass sie erfolgreich ihren Nachwuchs großziehen können, muss für Nahrungsräume sorgen. Vor allem im Dauergrünland finden die Störche Nahrung. Doch bundesweit schrumpfen diese Flächen jährlich um etwa 240.000 Hektar. Es gibt immer weniger artenreiches Dauergrünland und immer mehr Saatgras-, Mais- und Rapskulturen.

Die Naturschützer sehen diese Entwicklung mit großer Sorge. Ihre Forderung:
Storchenschutz darf sich nicht im Bau von Nisthilfen erschöpfen, sondern muss vor allem auf die Erhaltung einer vielfältigen Landschaft ausgerichtet sein. Überall dort, wo der Storch ausreichend Nahrung fände, würde er sich auch wieder ansiedeln.