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„Mein Dorf, dein Dorf, unser Dorf – unsere Zukunft?“

Mit der Veranstaltungsreihe „Unser Dorf hat (k)eine Zukunft“ machen die AktivRegionen Südliches Nordfriesland und Eider-Treene-Sorge das Handlungsfeld demographischer Wandel und Innenentwicklung greifbar. Die erste Veranstaltung findet in Meggerdorf in dem leerstehenden Baumarkt Sievers statt.

Innenentwicklung

Meggerdorf, 12.03.2011 – Ja, unser Dorf hat eine Zukunft – dafür stimmten die Mehrzahl der Anwesenden am vergangenen Samstag auf der Veranstaltung „Unser Dorf hat (k)eine Zukunft“. Die Veranstaltungsreihe zu den Themen demographischer Wandel lockte knapp 80 Interessierte in den leerstehenden Baumarkt Sievers in Meggerdorf. Die AktivRegionen Südliches Nordfriesland und Eider-Treene-Sorge haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Handlungsfeld demographischer Wandel greifbar zu machen und auf Ebene der Gemeinden zu thematisieren. Nach der Auftaktveranstaltung am 30.10.2010 in Garding, galt es im Rahmen der zweiten Informationsveranstaltung die Zukunft der Dörfer in den Köpfen der Bewohner beginnen zu lassen.

Das Thema Demographischer Wandel wird seit mehr als 20 Jahren in Deutschland diskutiert. Der demographische Wandel ist mehr als nur der Rückgang der Bevölkerung. In Deutschland gibt es eine drastische Verschiebung der Alterspyramide. Der Anteil der Bevölkerung über 60 wird enorm zunehmen. Hier besteht Handlungsbedarf! „Die Zukunft der Dörfer beginnt im Kopf“ betonte Referent Otmar Weber (Agentur ländlicher Raum, Saarland). Weber fordert das Schaffen eines Betroffenheitsgefühls, denn „erst wenn die Betroffenen erkannt haben, dass der demographische Wandel auch für ihre Gemeinde relevant ist, ist ein zielgerichtetes Handeln möglich“. Nicht nur das Schrumpfen der Einwohnerzahl, sondern die Auswirkungen in Form des Wandels der Altersstruktur sind die zentrale Aufgabe vor der die ländlichen Gemeinden stehen. Und eben weil die ländliche Bevölkerung immer älter wird, gewinnt die regionale Daseinsvorsorge immer mehr an Bedeutung. Während seines Vortrags betonte Jens Peter Jensen vom Landesjugendring Schleswig-Holstein wie wichtig die Daseinsvorsorge mit MarktTreffs in Schleswig-Holstein ist.

Im Publikum saßen Bürgermeister und Gemeindevertreter, aber auch interessierte Bürger, die den Vorträgen wissbegierig und fragehungrig lauschten. „Was kann man gegen den demografischen Wandel tun?“, wollte Willi Köster, Bürgermeister aus Linden, wissen. Eine kurze Frage auf die eine ausführliche Antwort von Otmar Weber folgte. „Es gibt kein pauschales Gegenmittel. Mal abgesehen davon, gibt’s es heutzutage auch gar nicht mehr genug Frauen im gebährfähigen Alter um das Durchschnittsalter der Bevölkerung zu „verjüngen“, erwiderte Weber.

Es geht eben darum, den demographischen Wandel als Chance zu sehen, und nicht das Unmögliche möglich zu machen. Dieses Ziel verfolgen die Gemeinde Tating und ihre Bürger: Den Handlungsbedarf in der Gemeinde zu erkennen und gemeinsam die Gemeinde zukunftsfähig zu machen. „Betroffene müssen umfassend einbezogen werden, um reale Bedürfnisse zu erkennen und vor allem um Akzeptanz für die Maßnahmen zu schaffen“, betonte Henriette Thomas, Regionalmanagerin der AktivRegion Südliches Nordfriesland. „Denn zukünftige Herausforderungen erfordern auch ein Umdenken und eine Beschreitung neuer Wege.“

Das Schaffen von Betroffenheit, das Erkennen von Bedürfnissen und Handlungsbedarf und die Sensibilisierung der Denkansätze sind zwar kein Mittel gegen den demographischen Wandel, ebnen indes aber den Weg der Zukunftsfähigkeit der Dörfer!


Die Vorträge der Referenten finden sie hier:

 

Förderung LPLR alt