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„Unser Dorf hat (k)eine Zukunft“ zu Gast in Tellingstedt

Mit der Veranstaltungsreihe „Unser Dorf hat (k)eine Zukunft“ machen die AktivRegionen Südliches Nordfriesland und Eider-Treene-Sorge das Handlungsfeld demographischer Wandel und Innenentwicklung greifbar. Die dritte Veranstaltung findet in Tellingstedt statt.

Unser Dorf hat (k)eine Zukunft in Tellingstedt

Tellingstedt, 17.09.2011 – Hoch her ging die Diskussion über den demographischen Wandel in Tellingstedt bei der 3. Veranstaltung der Reihe „Unser Dorf hat (k)eine Zukunft“. Im besonderen Fokus stand bei dieser Veranstaltung das Thema Schule und Bildung. Die rund 90 Gäste aus Politik und Bevölkerung bekamen die Problematik aus den unterschiedlichsten Perspektiven erörtert und erhielten Anregungen.

„Demographischer Wandel geht uns alle an“ begrüßte Amtsvorsteher Klaus-Dieter Holm das Publikum und die Referenten. In die gleiche Richtung gingen die Aussagen von Winfried Zylka, (Kommunalberater in Fragen der demographischen Wandels). In seinem ersten Vortrag stellte Herr Zylka die Notwendigkeit der Kooperation innerhalb der Regionen im Umgang mit dem demographischen Wandel heraus. Denn nur gemeinsam kann mit den rückläufigen Bevölkerungs- und demnach auch Schülerzahlen in Schleswig-Holstein umgegangen werden.

Nach diesem einleitenden Vortrag folgte ein Beitrag zu der Bildungslandschaft im demographischen Wandel. Wilfried Köhler (Leiter der Stabstelle Demografische Entwicklung im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt) diskutierte mit den Gästen über die Rolle der Schulen, die Schulstandorte und die Aufgaben von Politik und Bürgern in diesem Zusammenhang. Er nutzte dabei seine Erfahrungen aus Sachsen-Anhalt und schilderte damit ein mögliches Zukunftsszenario für die Region. Er riet den Anwesenden, jeder „Gemeinde ein Profil zu geben und an Ihre Stärken anzuknüpfen“. Auf große Zustimmung traf ein Publikumsbeitrag, in dem die Wichtigkeit der Jugend für die Dörfer herausgestellt wurde. Sie muss demzufolge die Zielgruppe für zukünftige Imagekampagnen sein.

Nach der Mittagspause warf Winfried Zylka einen Blick auf die Bildung im Land Schleswig-Holstein und die bevorstehenden Aufgaben der Schulen. So wird die Einbindung der Eltern ein Ansatz sein, die Schulstandorte zu stärken. Die zunehmende Konkurrenz der Schulen aufgrund der geringeren Schülerzahlen sollte genutzt werden das Angebot qualitativ zu verbessern. Ergänzt wurde der Beitrag aus dem Auditorium durch die Forderung den Schulen mehr Freiheiten in der Lehre einzuräumen, damit an den Schulen  mehr Methodik gelehrt werden kann.

Nach diesem Gesamtüberblick über Schleswig-Holstein ging Astrid Geruhn auf die regionale Ebene ein. Die Vertreterin des Kreises Dithmarschen erörterte den demographischen Wandel im Kreis. „Schluss mit der Schwarzmalerei“ forderte Frau Geruhn und berichtete von dem positiven Umgang des Kreises Dithmarschen mit dem demographischen Wandel. Sie sieht die Zukunftsthemen neben der Bildung, u. a. in der Innenentwicklung, der Gesundheitsvorsorge und dem Rettungswesen. Diese können allerdings nur angegangen werden, wenn sich auch die Wirtschaft engagiert, so ein Gast.

So kann ein positives Fazit der Veranstaltung gezogen werden. Das Thema hat in der Region den Nerv der Zeit getroffen und eine breite Diskussion ins Rollen gebracht, die hoffentlich Früchte trägt und auch in Zukunft von noch mehr Menschen weiter verfolgt wird.

Ein letzter Tipp zum Schluss:
Am kommenden Samstag, dem 24.09.2011 ab 10:00 Uhr geht die Veranstaltungsreihe in die finale Runde. Dann findet im Foyer des Amtes Eggebek die Abschlussveranstaltung statt. Hierzu sind alle Interessierten aus der gesamten Region noch einmal herzlich eingeladen.

Förderung LPLR alt