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Zeltlager in Tydal - 101 tapfere Wikinger trotzten dem Regen

Im Zeltlager Tydal verbringen jedes Jahr 1.000 von Jugendlichen eine schöne Zeit auf dem Pfadfindergelände. Die AktivRegion Eider-Treene-Sorge unterstützt das Gelände bei seiner Entwicklung.

Zeltlager Tydal

Diesen Sommer fielen die Wikinger in das Zeltlager in Tydal ein. Eine Gruppe von 101 jungen, tapferen Wikingern, geführt von einem Team aus 26 Oberwikingern, verbrachte vom 31.07-11.08.2011 eine schöne Zeit in Tydal. Das diesjährige Zeltlager Ostenfeld stand unter dem Stern der Wikinger und brachte den Teilnehmern das Leben der alten Vorfahren näher. Und das allen erdenklichen Wetterbedingungen zum Trotz!

Der Lagerplatz in Tydal, nahe Eggebek, wurde für zwei Wochen an die tausend Jahre in der Zeit zurückversetzt. Die Kinder wurden in die Kunst des Raubzuges und Handelns eingeführt und konnten am Handelstag ganz nach ihrem Ermessen um Waren feilschen. Die eigene Herstellung von Waffen und Kunsthandwerk, sowie Schmuck und Stoff war hierfür selbstverständlich. Die Nachwuchs-Wikinger lernten unter anderem das Spinnen, Weben und die Herstellung von Schilden und Schwertern. Zur Verständigung, wie in alten Zeiten, wurden den Neu-Wikingern die Runenschrift und der Umgang mit den Wachstafeln beigebracht.

Wenn die kleinen und großen Wikinger nicht gerade mit dem Handeln und Rauben beschäftigt waren, wurde wild gegen den bösen Gott Tyhr gekämpft. Denn nur so bleibt die Freiheit der Stämme auch weiterhin gesichert. Mit der neu gewonnenen Freiheit wird ein würdiger Anführer aller Stämme nötig. Um diese Position zu besetzen, wird kurzerhand ein Wettkampf ausgerufen, um einen Nachfolger des Gottes zu bestimmen. Nach vielen Disziplinen und einem spannenden Showdown konnte schließlich ein Oberhaupt gefunden werden, welches gleich mit einem großen Fest gefeiert wurde.
Da nun alle Wikinger geeint waren, wurde kurzerhand eine große Erkundungsfahrt der örtlichen Gewässer beschlossen und mit 38 Kanus die Treene unsicher gemacht. Dabei kam das Wasser nicht nur von unten, sondern auch fleißig in Strömen von oben. Doch das kann einen harten Wikinger nicht von seinem Vorhaben abhalten!

Auch die örtlichen Ausgrabungsstätten der alten Vorfahren waren vor einem Einfall der Neu-Wikinger nicht sicher. So wurde einen Tag lang das Museum von Haithabu und seine Gewässer erkundet.

Das Zeltlager schwelgte jedoch nicht nur in der Vergangenheit. Ganz zentral wurde auch das Thema Nachhaltigkeit behandelt. An einem Parabolspiegel wurde den Kindern die Energie der Sonne verdeutlicht. Auch der selbst gebaute Solardörrer hinterließ bei den Kindern schweren Eindruck, allein schon wegen des Dörrobstes aus eigener Herstellung.
Selbstverständlich waren Spiel und Spaß das Hauptgebot des Lagers. Vom Geschichtenerzählen bis zum Baden, vom Tonnenspiel bis zum Selbstkochen am Feuer - kein Kinderwunsch blieb unerfüllt.

Ein großes Lob geht an die 26 Teamer, die auch dieses Jahr mit Herz und Seele dabei waren. Ihrem Engagement ist es zu danken, dass auch benachteiligten Kindern wieder die Möglichkeit gegeben wurde, spannende und zugleich lehrreiche Ferien zu verbringen.

Förderung LPLR alt