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9. - Vermarktungskonzeption für heimisches Reet

In der Eider-Treene-Sorge-Region wurde das traditionelle Reetschneiden immer weniger lukrativ, da die Nachfrage nach heimischem Reet in den letzten Jahrzehnten sank. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Landschaftspflege, der Landwirtschaft und dem Naturschutz sowie der Reetschneider und Dachdecker, entwickelte daher ein Konzept, wie heimisches Reet zukünftig rentabel produziert und gewinnbringend vermarktet werden kann.

Delver Deichstöpen

In der Eider-Treene-Sorge-Region wurde das traditionelle Reetschneiden immer weniger lukrativ, da die Nachfrage nach heimischem Reet in den letzten Jahrzehnten sank. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Landschaftspflege, der Landwirtschaft und dem Naturschutz sowie der Reetschneider und Dachdecker, entwickelte daher ein Konzept, wie heimisches Reet zukünftig rentabel produziert und gewinnbringend vermarktet werden kann.

Neben der Rekultivierung von natürlichen Reetflächen ging es auch um die Neuanpflanzung von Reet auf unrentabel gewordenem Feuchtgrünland. Dazu wurde auf einer zwei Hektar großen Demonstrationsfläche Reet angebaut und nach drei Jahren erstmals geerntet. In umfassenden Gesprächen mit allen betroffenen Gruppen wurden die Schwierigkeiten im Absatz heimischen Reets offengelegt und Möglichkeiten zur Absatzförderung erarbeitet. Die dabei gewonnen Informationen wurden über eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit verbreitet, unter anderem mit Hilfe einer Wanderausstellung.

Der Absatz des in der Region erzeugten Reets hat sich deutlich gesteigert, kleine Reetschneiderbetriebe arbeiten inzwischen praxisbezogen zusammen und die Betriebe präsentieren sich verstärkt im Internet. Die Arbeitsgruppe hat die  begonnene Arbeit auch nach der LEADER+ Förderung fortgeführt.

Projektziele:

•    Stärkung der Wirtschaft und regionaler Wertschöpfungsketten
•    Schaffung von Einkommensalternativen für die Landwirtschaft
•    Stärkung des Klimaschutzes durch kurze Lieferwege
•    Verbesserung der Qualität des heimischen Reets und damit der Haltbarkeit von Reetdächern
•    Erhalt der Kulturlandschaft

Projektträger: Arbeitsgemeinschaft für Landschaftspflege e.V.

Ansprechpartnerin: Stefanie Tschoeltsch, Verein zur Förderung der Kulturlandschaft

Infos unter: www.verein-kulturlandschaft.de/reet

Projektlaufzeit: Mai 2003 bis Januar 2006

Gesamtinvestition: 90.000 €; 50% EU-Förderung