Zur Startseite
 
 

46. - Geschlechterfriedhof Lunden - Restaurierung der Friedhofsmauer

Auf dem Friedhof, mit seinen meist aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammenden Grabmalen befinden sich hohe Stelen aus Sandstein, sowie einige Gruftkeller, die sich unter großen Sandsteinplatten befinden. Im Rahmen dieses Projektes wurde die historische Friedhofsmauer restauriert und für die Nachwelt gesichert.

Geschlechterfriedhof Lunden

Der Geschlechterfriedhof in Lunden umgibt die St. Laurentius-Kirche; er ist eines der eindrucksvollsten Gräberfelder Schleswig-Holsteins und ein Denkmal der freien Dithmarscher Bauernrepublik. Auf dem Friedhof, mit seinen meist aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammenden Grabmalen befinden sich hohe Stelen (aufrecht stehende Steine) aus Sandstein, sowie einige Gruftkeller, die sich unter großen Sandsteinplatten befinden.

Bereits in einem ersten LEADER+ Projekt wurde der Geschlechterfriedhof restauriert und für besuchergruppen zugänglich gemacht. Im Rahmen dieses zweiten Projektes wurde die historische Friedhofsmauer restauriert und für die Nachwelt gesichert.

Durch Aufgrabungen des Bodens am Bauwerk bis zur Fundamentsohle und das Entfernen von Zement- und Kalkputzen konnte aufgrund der vorgefundenen unterschiedlichen Bauweisen und verwendeten Materialien festgestellt werden, dass die Mauer in der Vergangenheit zu unterschiedlichen Zeiten abschnittsweise errichtet oder erneuert und dabei auch verändert wurde. Aus dieser Tatsache ergaben sich spezielle Anforderungen für die Sanierung des Bauwerks, die in einem umfassenden Konzept beschrieben wurden. Bei der Sanierung eines ersten Mauerabschnittes konnten wichtige Grundsatzfragen für die weiteren Arbeiten an dem Bauwerk geklärt werden. So konnte nur ein geringer Teil der vorhandenen Ziegel wieder verwendet werden. Daher mussten ergänzend neue Ziegelsteine mit den gleichen Maßen und annähernd der gleiche Farbe zur Verfügung stehen. Erst nach der Bemusterung der Produkte mehrerer Ziegeleien konnten dann die passenden Ziegel für die Lundener Friedhofsmauer gefunden werden. Geklärt wurde auch das Problem mit den Formsteinen für die Mauerkrone, die aus halbrunden Ziegelsteinen bestanden. Für den Ersatz der zerbrochenen Steine mussten neue Ziegel in Handarbeit aus Ton geformt und dann gebrannt werden. Für diese Arbeiten konnten die letzte Ziegelei in Schleswig-Holstein gewonnen werden.

Projektziele:
•    Durch die Restaurierung des ältesten Abschnitts der historischen Friedhofsmauer werden kulturgeschichtlich wichtige Zeitzeugen erhalten und für weitere Generationen sichtbar gemacht.
•    Steigerung des Erlebniswertes für Besucher und damit Verbesserung der touristischen Inwertsetzung durch Wiederherstellung der Friedhofsmauer als wichtigen Bestandteil der Anlage

Projektträger: Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Lunden

Ansprechpartner: Pastor der Kirchengemeinde Lunden

Projektlaufzeit: Januar bis September 2008

Gesamtinvestition: 30.000 €; 50% EU-Förderung