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G16 - Bildungscampus Tarp

Ein zentraler konzeptioneller Baustein ist die Einrichtung eines „Bildungsausschuss“ in dem sich die Bildungsträger in regelmäßigen Abständen austauschen, neue Ideen entwickeln und sich „kennen lernen“.

Bildungscampus Tarp

Bildung ist ein Standortfaktor – nicht nur im Verhältnis konkurrierender Nationalstaaten, sondern auch und gerade im Verhältnis von Regionen. Unter Berücksichtigung der bevorstehenden demografischen Entwicklung ist Bildung ein entscheidender Faktor für die Entwicklung der ländlichen Räume in Schleswig-Holstein.

Der gesellschaftliche Konsens in Sachen Bildung ist groß und wächst weiter. Viele Herausforderungen und bildungspolitischen Ziele sind inzwischen unstrittig. Die zu erwartenden hohen Folgekosten von verfehlter Bildungspolitik werden in einer jüngst veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung erneut bestätigt. Sie werden aber auch jetzt schon durch unzählige Zeitungsmeldungen über den Fachkräftemangel oder über unzureichende Kenntnisse von Auszubildenden deutlich sichtbar.
Von zentraler Bedeutung wird für die ländlichen Gemeinden die Behauptung ihrer Bildungsangebote gegen die im Bildungsbereich deutlich besser aufgestellten Städte sein. Bundesweit hat sich die inhaltliche und organisatorische Vernetzung im Bildungsbereich als wirksames Instrument zur Stärkung und Sicherung von Bildungseinrichtungen herausgestellt. Anhand von Begriffen wie „Bildungslandschaft“ oder „Bildungsregion“ wird die Notwendigkeit eines lebenslangen, intergenerationellen und vernetzten Lernens deutlich unterstrichen.
Mit dem geplanten Projekt „Bildungscampus Tarp“ sollen in einem ersten Schritt die Rahmenbedingungen für eine langfristige, professionell gestaltete und auf gemeinsames, planvolles Handeln abzielende Vernetzung von bestehenden Bildungsangeboten initiiert (Steigerung der Strukturqualität) und die offenen Fragen zur zukünftigen Entwicklung des Bildungsstandortes Tarp diskutiert werden. Aus den hieraus gewonnen Erkenntnissen sind dann in einem zweiten Schritt nutzerorientierte Maßnahmen durchzuführen, die nicht nur das bestehende Bildungsangebot stärken, sondern auch neue Möglichkeiten der Bildung anbieten (Steigerung der Prozess- und Ergebnisqualität). Als Besonderheit der Bildungsträgervielfalt in Tarp ist herauszustellen, das sich alle genannten Bildungseinrichtungen (mit Ausnahme von drei Kindergärten und der dänischen Schule) in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Vor diesem Hintergrund ist die Idee eines „Bildungscampus Tarp“ entstanden. Grundgedanke ist hierbei, die geographische Nähe zu nutzen, um inhaltliche Verknüpfungen durch eine kooperative Zusammenarbeit herzustellen.

Ein zentraler konzeptioneller Baustein ist die Einrichtung eines „Bildungsausschuss“ in dem sich die Bildungsträger in regelmäßigen Abständen austauschen, neue Ideen entwickeln und sich „kennen lernen“. Bei allen Beteiligten werden die Partner-Bildungseinrichtungen stärker ins Blickfeld geraten. Damit steigt die Identifikation mit den Partnern und das Verantwortungsbewusstsein für alle Einrichtungen steigt. Die Bereitstellung eines zentralen Ansprechpartners und der „Virtuelle Bildungscampus Tarp“ im Internet verbessern die öffentliche Wahrnehmung der Angebote.

Projektziele:

  • Vernetzung vorhandener Bildungseinrichtungen und Attraktivitätssteigerung des Bildungsstandortes Tarp
  • Optimierung des vorhandenen Angebotes und Erweiterung des Bildungsspektrums
  • Steigerung der Jugend- und Familienfreundlichkeit
  • Verbesserung von Ausbildung und Qualifizierung


Projektträger: Gemeinde Tarp

Ansprechpartner: Brunhilde Eberle

Projektlaufzeit: Juli 2011 bis Mai 2014

Gesamtinvestition: 58.000€, 55% Netto-Förderung

Förderung LPLR alt