Zur Startseite
Teaser

G19 - Nordseehafen Hollingstedt

m Rahmen des beantragten Projektes soll eine Machbarkeitsstudie zur Überprüfung der Möglichkeit einer Rekonstruktion der Schiffslände am Ufer der Treene in Hollingstedt beauftragt werden.

Nordseehafen Hollingstedt

Bei archäologischen Ausgrabungen in den Jahren 1995 und 1996 wurde der Schiffslandeplatz am Flussufer der Treene in Hollingstedt entdeckt. Seit dem 10 Jhd. wurde dieser genutzt und um das Jahr 1200 stark ausgebaut. In dieser Zeit wurden in etwa 10m Entfernung zum Ufer hölzerne Plattformen errichtet, um hochwasserfreie Flächen für die Lagerung von Waren zu schaffen. Am Ufer wurden außerdem Plattformen errichtet, um in dem feuchten Gelände den Zugang zu den Schiffen zu erleichtern. Im Rahmen der Grabungen wurden eiserne Schiffsteile gefunden, die Reparaturarbeiten an Schiffen belegen und auf deren Größe und Bauart schließen lassen. Ein zweiter Schiffslandeplatz, der im Mittelalter als Anlegeplatz genutzt wurde, wurde 1998 südlich der Gemeinde Hollingstedt am Süderwiesenbach entdeckt. Die zwei mittelalterlichen Landeplätze, zahlreiche Bruchstücke von Tongefäßen aus dem Rheinland und eine Vielzahl an Tuffsteinen unterstreichen die Bedeutung von Hollingstedt als Hafenplatz.

Im Rahmen des beantragten Projektes soll eine Machbarkeitsstudie zur Überprüfung der Möglichkeit einer Rekonstruktion der Schiffslände am Ufer der Treene in Hollingstedt beauftragt werden.

Die Machbarkeitsstudie soll schrittweise durchgeführt und beauftragt werden, da der gesamte Umfang der möglichen Rekonstruktion und damit der Studie zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzuschätzen ist und sich erst im Laufe der Erarbeitung der Studie zeigen wird. Das hiermit beantragte Projekt bezieht sich dabei vorrangig auf die Vorplanung und damit den ersten Schritt der Machbarkeitsstudie.

Projektziele:

  • Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie in mehreren Schritten zur Rekonstruktion der mittelalterlichen Schiffslände am Treene-Ufer in Hollingstedt
  • Erhalt und touristische Inwertsetzung des kulturellen Erbes „Nordseehafen Hollingstedt“
  • Stärkung touristischer Strukturen und Angebote in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge
  • Nutzung vorhandener Synergien und Gewinnung weiterer Synergien durch Kooperationen und den Aufbau integrierter Netzwerke (Danewerk und Haithabu, vorhandene touristische Angebote usw.)
  • Stärkung der regionalen Wertschöpfung.


Projektträger: Amt Arensharde

Ansprechpartner: Lutz Schnoor

Projektlaufzeit: November 2010 – Dezember 2011

Gesamtinvestition: 20.230  €, 55% Netto-Förderung

Kooperationspartner:
Archäologisches Landesamt
Arbeitsgemeinschaft Hollinghuus
AK Tourismus in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge


Förderung LPLR alt