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G32 - Energiekonzept Stapelholm

Die empfindlicher Natur und Landschaftsstruktur sowie Ortsbildern mit baukulturell wertvoller Bausubstanz in der Landschaft Stapelholm soll erhalten werden. Mit einem gemeinsamen Energiekonzept sind die Gemeinden Stapelholms in der Lage ihre Energiebilanz ökonomisch und ökologisch zu optimiere.

In der dünn besiedelten Landschaft Stapelholm findet sich eine sehr reiche Kultur- und Baulandschaft. Eine Herausforderung für die Zukunft wird es sein die ortsbildprägenden Bauwerke vor dem Hintergrund steigender Energiepreise energetisch aufzuwerten, um den Erhalt zu unterstützen. Fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung werden nicht nur knapper, sondern auch ständig teurer. Außerdem belasten sie die Umwelt mit umweltschädigenden Gasen. Die Umstellung der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen ist deshalb konsequent und richtig. Allerdings zeigen die bisherigen Erfahrungen mit erneuerbaren Energien aus Windkraft, Sonnenenergie und Biogas, dass diese nicht immer effizient und ökonomisch sinnvoll eingesetzt werden. Die Akzeptanz großer Windkraftanlagen und Biogasanlagen, die ganze Landschaften negativ verändern, nimmt bei der Bevölkerung ständig ab. Dies gilt insbesondere für Landschaften mit empfindlicher Natur und Landschaftsstruktur sowie Ortsbildern mit baukulturell wertvoller Bausubstanz wie in der Landschaft Stapelholm. Das Landschaftsbild in dem Stapelholmer Gebiet wirkt identitätsstiftend, daher ist der Erhalt ein wichtiger Baustein für die Dorfentwicklung. Neben dem identitätsstiftenden Charakter ist der Erhalt des Landschafts- und Kulturbildes ebenfalls essentiell für die Tourismusbranche. Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftszweig für die AktivRegionen Südliches Nordfriesland und Eider-Treene-Sorge. Mit einem gemeinsamen Energiekonzept sind die Gemeinden Stapelholms nicht nur in der Lage ihre Energiebilanz ökonomisch und ökologisch zu optimieren, sondern auch selbstbestimmt auf Forderungen von außen (z.B. Bund, Land, Investoren) zu reagieren.

Projektziele
Mit dem Projekt „Entwicklung eines Energiekonzepts für die Landschaft Stapelholm“  sollen folgende Ziele erreicht werden:
Quantitative Ziele
•    Reduktion umweltschädigender Gase insbesondere CO²
•    Gewinnung von Wärme und Strom für den regionalen Bedarf aus erneuerbare Energiequellen (autarke Region)
•    Schonung der natürlichen und kulturellen Ressourcen durch Berücksichtigung des Orts-
und Landschaftsbildes bei der Auswahl des Standortes und der Art der erneuerbaren Energiequellen.
•    Reduktion von Wärme- und Stromverbrauch
•    Förderung der Akzeptanz erneuerbarer Energiequellen bei der örtlichen Bevölkerung
durch nachhaltige Masterplanung, Information und beispielhafte Pilotprojekte
Qualitative Ziele
•    Verbesserung der Zukunftsfähigkeit der Gemeinden
•    Stärkung der regionalen Handlungskompetenzen
•    Synergiegewinnung durch Kooperation
•    Agrarische Wertschöpfungsketten und Diversifizierung stärken
•    Touristische Strukturen und Angebote stärken
•    Erhalt und Weiterentwicklung der  Natur- und Kulturlandschaft
•    Erhöhung des Einsatzes erneuerbarer Energien
•    Klimaschutz u.a. durch Energiemanagement

Projektinhalt
Zur Entwicklung eines gemeinsamen Energiekonzeptes in der Landschaft Stapelholm soll ein Planungsbüro engagiert werden. Der regionale Bezug der Studie ist die Landschaft Stapelholm. Alle 10 Gemeinden Stapelholms werden sich an der Studie beteiligen. Mit einer ganzheitlichen Betrachtung sollen die jeweiligen Vor- und Nachteile unterschiedlicher Energieerzeugungsmöglichkeiten der erneuerbarer Energien abgewogen werden und gegebenenfalls durch deren Vernetzung synergetische Effekte erzeugt werden. Die Untersuchung ist ergebnisoffen zu führen ohne bestimmte Energieträger zu bevorzugen. Dabei soll ein wesentlicher Schwerpunkt der Untersuchung der schonende Umgang mit der Landschaft und Ortsteilen mit kulturell wertvoller Bausubstanz sein. Bei der Auswahl von Standort und Art der erneuerbaren Energiequellen sollen die kulturell wertvollen Hauslandschaften Stapelholms so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Dies gilt auch für das einmalige Landschaftsbild der Region, Flora und Fauna sowie den natürlichen Ressourcen. Vorrangig sollen bewährte Techniken zum Einsatz kommen, die für den öffentlichen und privaten Verbraucher nachhaltig günstige Betriebskosten garantieren. Das Projekt wird zur Förderung aus den Grundbudgets der AktivRegionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland eingereicht. Die Trägerschaft des hiermit beantragten Projektes übernimmt die Gemeinde Norderstapel. Diese ist als Antragssteller und Träger für die Umsetzung der Maßnahme verantwortlich.

Projektträger: Gemeinde Norderstapel über das Amt Kropp-Stapelholm
Ansprechpartner: Herr Rainer Rahn
Projektlaufzeit: September 2012 – Dezember 2013
Gesamtinvestition: 47.600,00 € (22.000,00 €)
Anteil LAG AktivRegion Südliches Nordfrieland: 6.600,00 €


Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Kooperationprojekt der AktivRegionen:
Südliches Nordfriesland
Eider-Treene-Sorge

Insgesamt kooperieren zehn Gemeinden der Landschaft Stapelholm.Der Stapelholmvereinunterstützt den Träger.

Förderung LPLR alt