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G50 - Durchführung von Deutschkursen für Eltern mit Migrationshintergrund

Das Unterzentrum Kropp ist Heimat von circa 6.400 Menschen, von denen eine zunehmende Anzahl über einen Migrationshintergrund verfügt. In den vergangenen Jahren kamen verstärkt Familien aus der Türkei, Afghanistan, Syrien, Russland und mehreren nordafrikanischen Ländern in die Gemeinde.

Die Integration von Familien mit Migrationshintergrund hängt im Wesentlichen von den sprachlichen Kompetenzen ab. Eine besondere Problematik ist für Familien gegeben, deren Aufenthalt nur geduldet ist. Während für die Kinder Schulpflicht besteht und somit die Möglichkeit gegeben ist, Deutsch zu lernen und soziale Kontakte zu entwickeln, haben Erwachsene deutlich weniger Gelegenheiten am Alltagsleben teilzunehmen. Ein Rechtsanspruch auf die kostenfreie Teilnahme an einem Integrations- oder Sprachkurs besteht nicht, weil hier für ein förmliches Aufenthaltsrecht erforderlich ist. Die Gemeinde Kropp bemüht sich intensiv, auch für diese Bürger Angebote zu schaffen. Dennoch gibt es derzeit keine konkreten Angebote.
Angebote in Schleswig oder Rendsburg bleiben in den meisten Fällen schwer erreichbar. Die Gemeinde Kropp möchte daher speziell für Mütter und Väter ein niedrigschwelliges Angebot schaffen, in dem Aufenthaltsstatus oder kulturelle Hintergründe keine Bedeutung haben.
So entstand die Idee direkt im Jugendzentrum der Gemeinde (JUZ), Sprachkurse für Eltern mit Migrationshintergrund in kleinen Gruppen anzubieten. Gerade für Mütter ist ein Angebot vor Ort unerlässlich. Kleinkinder können vor Ort betreut werden, wenn es keinen Kindergartenplatz gibt bzw. der Kurs am Nachmittag stattfindet. Bei Kursen am Nachmittag gibt es auch die Betreuung der Grundschulkinder.
Das beantragte Projekt hilft Eltern, erfolgreich Deutsch zu lernen und trägt somit aktiv dazu bei, die Kinder und Jugendlichen aus ihrer Dolmetscherfunktion zu entlasten und die Eltern besser und schneller zu integrieren. Gerade in der Schule oder beim Arztbesuch treten  immer wieder Situationen auf, in denen die Eltern-Kind-Beziehung durch das kindliche Dolmetschen beeinträchtigt werden kann.
Deutschkenntnisse ermöglichen es den Eltern, aktiver am öffentlichen Leben teilzunehmen, verbessern die Voraussetzungen für die Anerkennung des Asylverfahrens und erleichtern notwendige Behördengänge.


Projektträger: Gemeinde Kropp
Ansprechpartner: Kirsten Doormann
Projektlaufzeit: Oktober 2013 - September 2014
Gesamtinvestition: 17.076,50 € ( 55% Netto-Förderung)

Förderung LPLR alt