Zur Startseite
Teaser

L04 - Seenlandschaft Wanderup-Handewitt

Die durch den Kiesabbau entstandenen Seenlandschaft in den Gemeinden Wanderup und Handewitt soll qualitativ aufgewertet werden, um es für Naherholungssuchende und Touristen noch attraktiver zu gestalten. Es sind die Neuschaffung bzw. Vergrößerung der zum Baden nutzbaren Wasserfläche, der Liegewiese und des Strandes geplant.

Seenlandschaft

Das Projekt umfasst fünf Bausteine, die in Ihrer Gesamtheit die Grundlage für eine nachhaltige und zielgruppengerechte Weiterentwicklung der durch den Kiesabbau entstandenen Seenlandschaft in den Gemeinden Wanderup und Handewitt schaffen:

1.    Baumaßnahmen
Auf Grundlage des abgestimmten Rahmenkonzeptes zur Kiesnachnutzung soll der Bereich des derzeitigen Badesees Norderfeld in der Gemeinde Wanderup erweitert und modernisiert werden. Das Gebiet soll qualitativ aufgewertet werden, um es für Naherholungssuchende und Touristen noch attraktiver zu gestalten. Es sind die Neuschaffung bzw. Vergrößerung der zum Baden nutzbaren Wasserfläche, der Liegewiese und des Strandes geplant. Außerdem die Schaffung von PKW-Stellplätzen sowie der Bau eines Multifunktionsgebäudes mit Sanitäreinrichtungen, Infopunkt und Badeaufsicht. Um das Gebiet überhaupt zugänglich und erlebbar machen zu können, ist die Schaffung eines zielgruppengerechten Wegesystems die Grundvoraussetzung. Es soll ein multifunktionales Wegenetz mit Rundwegen für Wanderer, Radfahrer und Reiter sowie mit Service- und Infostationen geschaffen werden. So werden die Einzelmaßnahmen und Erlebnisangebote (Badesee, Naturerlebnisraum, Campingplatz, usw.) vernetzt und zu einem Gesamterholungsraum verbunden. Außerdem erfolgt eine Anbindung an bereits bestehende Erholungsräume nördlich und südlich der Seenlandschaft.

2. Besucherlenkungs- und Informationssystem
Neben der Schaffung des integrierten Wegenetzes wird eine Besucherlenkung und Besucherinformation eingerichtet. So sollen die Besucher einerseits gezielt durch das Gebiet und zu den Erlebnis- und Freizeiteinrichtungen geleitet und von naturbelassenen Ruhezonen fern gehalten werden. An zehn zentralen Orten wie Parkplätzen, Ortsrandbereichen usw. entstehen thematische Informationsstationen einschließlich Bänken und Papierkörben. Die Infotafeln sollen den Besuchern sowohl einen Überblick über das Gebiet als auch verschiedene Informationen zu den vor Ort sichtbaren  Besonderheiten geben. Um die besondere Situation der Landschaft darzustellen, sind an einigen markanten Positionen Aussichtstürme und zur Naturbeobachtung geplant.

3. Touristische Vermarktung
Zur professionellen Vermarktung soll im 1. Schritt eine Vermarktungsstrategie für Naherholungssuchende und Urlauber entwickelt werden. Im 2. Schritt folgt eine modellhalfte Erstvermarktung.

4. Investorenansprache und Machbarkeitsstudien als Anschub für private Folgeprojekte
Als Grundlage für die weitere Umsetzung des Kiesnachnutzungskonzeptes sollen die Grundsteine für die 2. Phase des Gesamtvorhabens gelegt werden. Hierbei geht es darum, die Rahmenbedingungen für die geplanten privaten Folgeinvestitionen im Projektgebiet zu klären bzw. zu schaffen.

5. Projektsteuerung
Mit der Leitung des Gesamtprojektes wird ein Planungs- und Projektbüro beauftragt. Die Projektsteuerung soll mittels einer regelmäßig tagenden Lenkungsgruppe erfolgen.

Projektziele:

  • Stärkung des Tourismus und der Naherholung
  • Aktive Gestaltung des Strukturwandels als Chance für den ländlichen Raum
  • Entwicklung der Landschaft in Einklang zwischen Naturschutz, Tourismus und Naherholung
  • Schaffung der Voraussetzungen für privatwirtschaftliche Folgeinvestitionen


Projektträger: Amt Eggebek

Projektlaufzeit: Frühjahr 2010 bis Ende 2012

Gesamtinvestition: 1.239.000 €

Fördersumme: 572.000 €

Förderung LPLR alt