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G44 - Energieeffizientes Wohnen im Kreis NF

Die CO²-Bilanz des Klimaschutzkonzeptes hat gezeigt, dass die Wohngebäude in Nordfriesland im Durchschnitt einen spezifischen Raumwärmebedarf von mehr als 200 kWh/m² pro Jahr haben. Damit liegen diese um ca. 30 kWh/m² pro Jahr über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

1. Anlass
Die Gebäudestruktur des Kreises Nordfriesland unterscheidet sich stark vom bundesdeutschen Durchschnitt und ist vor allem geprägt durch freistehende Einfamilienhäuser. Der Anteil an der Gesamtzahl der Wohngebäude beträgt über 50 Prozent. Durch ein ungünstiges Verhältnis von Wohnfläche zur Außenwand kommt es zu größeren Wärmeverlusten und somit zu einer ungünstigen Energiebilanz. Die CO2-Bilanz des Klimaschutzkonzeptes hat gezeigt, dass die Wohngebäude in Nordfriesland im Durchschnitt einen spezifischen Raumwärmebedarf von mehr als 200 kWh/m² pro Jahr haben. Damit liegen diese um ca. 30 kWh/m² pro Jahr über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Durch Sanierung, verändertes Nutzerverhalten und den Einsatz regenerativer Energien könnten im Bereich Wärme über 40.000 t CO2 Emissionen pro Jahr vermieden werden. Die Arbeitsgruppe „Energieeffizienz (Privathaushalte)“ der AktivRegion Nordfriesland Nord hat dieses Thema aufgegriffen und den Bedarf für eine öffentlichkeitswirksame Energiesparkampagne festgestellt.
2. Ziele & Zielgruppe
Die geschilderten Ergebnisse machen deutlich, dass in der Region Nordfriesland ein großer Informationsbedarf zu den Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz in Privathaushalten besteht. Die bisherigen Aktivitäten in der Region sind ein Zeichen dafür, dass auf der Nachfrageseite der eigene Bedarf erkannt wurde und es nun einer Unterstützung bedarf, damit ein Impuls zur dauerhaften Steigerung der Sanierungsquote und der Energieeffizienz führt.
Dabei sollen die folgenden Ziele im Vordergrund stehen:
1. Erhöhung der Sanierungsquote und Stromeinsparmaßnahmen in Nordfriesland
2. Erhöhung des Einsatzes von erneuerbaren Energien in Privathaushalten
3. Verbesserung der regionalen CO2-Bilanz
4. Förderung der regionalen Wirtschaft und Steigerung der Abfrage von Fördergeldern
3. Arbeitsstruktur und Kooperation
In der Lenkungsgruppe werden die Inhalte und die Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen
vorbereitet. Das Projekt „Wohnberatung in Stadt und Land - Generationenwechsel gestalten, Bestände entwickeln, mit Fläche sparsam umgehen“ des Fachbereichs „Jugend, Soziales, Arbeit und Senioren“ des Kreises Nordfriesland beabsichtigt ein flächendeckendes bürgernahes Angebot an Wohnberatungsstellen zu schaffen. Dieses Angebot soll sich an alle Bürgerinnen und Bürger Nordfrieslands richten. Die Beratung soll in einem mehrstufigem Verfahren zunächst die Wohnverhältnisse und Bedürfnisse der Person beleuchten und anschließend Wohnmöglichkeiten prüfen und abwägen.
4. Projektstruktur & Maßnahmen
Das Thema Energieeffizienz in Privathaushalten soll mit drei Maßnahmen kommuniziert werden.
4.1 Infozeitung
4.2 Energiesparveranstaltungen
4.3 Merkzettel
5. Klimafreundliches Konzept
In seiner Wirkung soll das Projekt zu einer Reduzierung der Treibhausgase führen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sinnvoll ist daher auch, dass die Projektumsetzung möglichst klimaneutral gestaltet ist und somit auch als Vorbild wirken kann.
6. Wirkung des Projektes
Durch die Verteilung der Infozeitung als Postwurfsendung, die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und die räumliche Verteilung der Veranstaltungen im Kreisgebiet ist gewährleistet, dass der Großteil der Bevölkerung informiert werden kann. Mit dem Projekt können mehr Maßnahmen zur Sanierung und der Einsatz von energiesparender Technik angeregt werden, die dazu beitragen die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren.

Projektträger: Kreis Nordfriesland
Ansprechpartner: Herr Andreas Doll
Projektlaufzeit: 2012
Gesamtinvestition: 54.740 € (55 % Netto-Förderung)
Anteil LAG AktivRegion SNF: 9.487,50 €

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Kooperationsobjekt der AktivRegionen:
Nordfriesland Nord
Eider-Treene-Sorge
Südliches Nordfriesland

Förderung LPLR alt