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H01 - Autarke Sporthalle in Arlewatt

Die Sportanlage soll mit 100% eigener Wärme und Stromerzeugung ausgestattet werden. Schwerpunkt hierfür ist die Geothermie. Der zu verlegende Erdkollektor soll auf der Fläche des Sportplatzes ins Erdreich eingebracht werden.

Neben der sportlichen Nutzung steht die Halle auch für verschiedene weitere Veranstaltungen zur Verfügung. So fand zum Beispiel im Herbst 2010 das Bürgergespräch der AktivRegion Südliches Nordfriesland mit dem Ministerpräsidenten statt. Die Auslastung der Anlage ist sehr gut, auch begründet in der Kooperation der Gemeinden. Die gesamte Anlage ist in einem sehr guten Zustand und wird zukünftig auch weiterhin von den 3 Gemeinden unterhalten werden. 
Dennoch ist es dringend notwendig, im Bereich der energetischen Sanierung und innovativen Versorgung mit Energie zu investieren. Für das Gebäude wurde ein Energieausweis ausgestellt. Die Einordnung des Gebäudes wurde mit 338 kWh/(m²×a) angegeben. Der Anforderungswert von 311 kWh/(m²×a) wird durch die begleitenden Sanierungsmaßnahmen erreicht.
Die gemeinsam betriebene Sportanlage soll mit 100% eigener Wärme und Stromerzeugung ausgestattet werden. Schwerpunkt hierfür ist die Geothermie. Die Sporthalle soll durch diese mit Wärme versorgt werden, sodass sich die vorhandenen 3 Gas-Thermen erübrigen. Der zu verlegende Erdkollektor soll auf der Fläche des Sportplatzes ins Erdreich eingebracht werden. Zusätzlich ist geplant einen Luft-Wärmetauscher zur Entlastung des Erdkollektors zu installieren, für die relativ großen Duschwassermengen, die in der Sporthalle während der wärmeren Jahreszeit benötigt werden. Für die Warm-Wasser Aufbereitung ist ebenfalls an eine solarthermische Anlage gedacht worden, da beim Sportbetrieb nicht unerheblich Duschwasser verbraucht wird und diese die Wärmepumpe stark unterstützen könnte.

Begleitmaßnahmen:
Die Installation von innovativer Technik zur autarken Versorgung der Sporthalle, geht mit bestimmten Anforderungen an die energetische Sanierung einher.
Bestimmte Maßnahmen sollen im Zuge der Installation der neuen Technik mit einhergehen. Verschiedene Maßnahmen werden nach dem Energiekonzept umgesetzt. Das bedeutet, dass bei den Anbauten (Geräteraum) das einfache Garagentor (Notausgang) durch ein isoliertes Sektionaltor ausgewechselt wird. Auch werden die Wand zur Garage und die Außenwände gedämmt (U-Wert 0,28) und die Glasbausteine durch Isolierglasfenster ersetzt. Die Außenwand der Turnhalle (Osten) soll mit einer Dämmung U-Wert 0,28 gedämmt werden.

Ziele:
Durch die ganzen Investitionen gehen wir davon aus, dass eine nicht unerhebliche Menge an CO2 eingespart werden kann. Die durchschnittlichen Strom/Gasverbräuche der letzten 4 Jahre stellen sich wie folgt dar:
Strom KW/h:  18.782,70
Gas   KW/h: 100.000,00
Ziel ist es, eine bilanziell autarke Sporthalle zu betreiben und somit Kosten für den Betrieb der Sporthalle einzusparen und den CO2 Ausstoß zu mildern.       

Projektträger: Schulverband Hattstedt
Ansprechpartner: Silke Clausen
Projektlaufzeit: 25.02.2013 bis 30.06.2014
Gesamtinvestition: 158.252 € (75 % Netto-Förderung)

Förderung LPLR alt