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Wiesenschaumkraut – Cardamine pratensis

Wiesenschaumkraut

Lebensraum und Verbreitung in Schleswig-Holstein
Zeitig im Frühjahr blüht das Wiesenschaumkraut, je nach Wetter von Ende März bis Mai auf frischen bis feuchten, nährstoffreiche Wiesenstandorten. Ganze Wiesen kann die Pflanze in ein großes Blütenmeer verwandeln. Der Name Wiesen- Schaumkraut bezieht sich auf das häufige Vorkommen von Schaumnestern, die einer Larve der Schaumzikade (Philaenus spumarius) als Habitat dienen. Da Cardamine pratensis im April bis Mai so dominant auftrat und mit ihr die Zikadenlarve, wirkte im Gesamtbild die weißliche Blüte zusammen mit dem zahlreichen "Kuckucksspeichel" wie ein flächiger Schaumteppich auf den Feuchtwiesen. Die Pflanze wird daher auch in einigen Regionen Kuckucksblume genannt. Wiesenschaumkraut ist essbar, doch wird es kaum noch als Salat gegessen wie früher. Für den Aurora-Falter jedoch ist das Wiesenschaumkraut eine wichtige Nahrungspflanze.

Bestand und Bestandsentwicklung
Das Wiesenschaumkraut war früher eine landschaftsprägende Art des Feuchtgrünlandes. Auch heute noch ist diese Art eine häufige Pflanze, die überall in Schleswig-Holstein vorkommt, doch in Massenbeständen wie noch vor wenigen Jahrzehnten sieht man das Wiesenschaumkraut immer seltener, da es immer weniger nasse Wiesen gibt.

Gefährdung und Schutz
Entwässerung und Nutzungsintensivierung, vor allem aber zu frühe Mähtermine bewirken einen Rückgang der Art.
Mittlerweile wird das Wiesenschaumkraut in Schleswig-Holstein auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt.