Teaser

Fischotter – Lutra lutra

Fischotter
Fischotter

Lebensraum
Der Fischotter ist unsere größte heimische Marderart. Er ist eine Leitart für gute Wasserqualität und strukturreiche Gewässer. Otter leben bei uns an fließenden und stehenden Binnengewässern mit natürlicher Ufervegetation aus Röhricht, Seggen, Erlen, Weiden und anderen Gehölzen. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Auf ihren nächtlichen Streifzügen legen sie Entfernungen von bis zu 20 km zurück.

Verbreitung in Schleswig-Holstein und Bestandsentwicklung
Vor 20 Jahren galt der Otter in Schleswig-Holstein als fast ausgestorben. In den letzten Jahren häufen sich die Nachweise. Aus Mecklenburg-Vorpommern kommend ist der Otter über Lauenburg wieder in Teilen Ostholsteins eingewandert und hat sich hier etabliert. Ebenfalls hat sich die Otterpopulation in Dänemark erholt; es gibt bereits Nachweise aus dem deutsch-dänischen Grenzgebiet. Bis in die 1980 er Jahre war die Eider-Treene-Sorge-Niederung vom Fischotter besiedelt. Mittlerweile gibt es wieder einzelne Nachweise aus dieser Region.

Gefährdung und Schutz
In Schleswig-Holstein ist beim Fischotter von einem positiven Bestandstrend auszugehen. Hauptsächliche Gefährdungsursachen waren Verlust der Lebensräume, Ausbau der Fließgewässer, Reusenfischerei, direkte Verfolgung und Schadstoffbelastung. Heute steht der Straßenverkehr als Todesursache an erster Stelle. Auf ihren nächtlichen Wanderungen stoßen Otter an Gewässern häufig auf Störstellen, wie Brücken und Staubauwerke, die sie veranlassen den gefährlichen Weg über die Straße zu nehmen. Der Einbau von z. B. Trockenröhren und Steinschüttungen führt zu einer Entschärfung der Störstellen. Die Verwendung sogenannter Otterkreuze bei der Reusenfischerei verhindert, dass die Otter in die Reusen gelangen.