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Kiebitz – Vanellus vanellus

Kiebitz

Lebensraum und Verbreitung in Schleswig-Holstein
Der Kiebitz besiedelt vornehmlich die Agrarlandschaft, wobei im Grünland deutlich höhere Bestände als im Ackerland erreicht werden. Er brütet bevorzugt auf feuchten Weiden und Wiesen, wo er ausreichend nach Nahrung stochern kann. Wichtig für den Kiebitz ist ein kurzrasiger Frühjahrsaspekt zur Ansiedlungsphase. Die Schwerpunkte der Verbreitung liegen in den Kögen der Westküste, den Nordseeinseln, auf Eiderstedt und in der Eider-Treene-Sorge-Niederung.

Bestand und Bestandsentwicklung
Der Kiebitz hat früher in für uns heute unvorstellbarer Zahl gebrütet. Er war einer der häufigsten Brutvögel des Landes. Insbesondere durch die veränderte Grünlandbewirtschaftung, die Entwässerung der Niederungen und die Umwandlung von Grünland in Acker sind die Bestände in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Dieser negative Trend ist im gesamten nordeuropäischen Verbreitungsgebiet gegeben. Die Bestände werden heute landesweit auf 12.000 Brutpaare geschätzt. In der Eider-Treene-Sorge-Niederung brüten aktuell ca. 500 Paare.

Gefährdung und Schutz
Die Bewirtschaftung der Grünlandflächen muss stärker an die Ansprüche der Kiebitze angepasst werden. Die richtige Balance von Naturschutzmaßnahmen, wie Extensivierung der Nutzung und Wasserstandsanhebungen und Bewirtschaftung des Grünlandes ist daher besonders wichtig. Wo es Vorkommen von Kiebitzen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen gibt, ist eine enge Kooperation mit den Landwirten zum Schutz von Gelegen und Bruten sehr erfolgreich. Der Kiebitz wird aktuell auf der Roten Liste Schleswig-Holsteins als gefährdet (Rote Liste 3) geführt.