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Rotschenkel – Tringa totanus

Rotschenkel

Lebensraum und Verbreitung in Schleswig-Holstein
Der Verbreitungsschwerpunkt des Rotschenkels liegt im Westküstenbereich; eingeschlossen die nordfriesischen Inseln, die Halligen und Vorländer und Marschen bis zur Geest. Aber auch auf den Grünlandflächen der Eider-Treene-Sorge-Niederung und hier besonders an Grabenrändern, kommt diese Limikolenart noch vor, jedoch nur in geringen Dichten. Auch wenn die Region nicht zum Hauptverbreitungsgebiet des Rotschenkels zählt, so ist er mit seinem melodischen Geträller doch charakteristisch für die Brutvogelwelt des Feuchtgrünlandes

Bestand und Bestandsentwicklung
Nach starken Bestandseinbrüchen bis Ende der 80er Jahre, bedingt durch die Intensivierung der Grünlandnutzung, sind die Bestände an der Westküste wieder angestiegen auf ca. 6000 Brutpaare. Verantwortlich hierfür war in erster Linie die Einstellung der Beweidung auf einem Teil der Salzwiesen. Im Binnenland sind die Bestände zurückgegangen (einige hundert Paare). Durchgeführte Vernässungs- und Extensivierungsmaßnahmen sowie reine Artenschutzmaßnahmen auf Mineralböden in der Eider-Treene-Sorge-Niederung haben dazu geführt, dass die Bestände des Rotschenkels auf niedrigem Niveau konstant bleiben. Der aktuelle Bestand wird hier auf ca. 30-40 Brutpaare geschätzt.

Gefährdung und Schutz
Nutzungsintensivierung und Entwässerung haben das binnenländische Grünland als Lebensraum für den Rotschenkel weitgehend entwertet. Schutzmaßnahmen im Grünland haben dort Erfolge gebracht, wo die Flächen für Naturschutzzwecke erworben und die Wasserstände angehoben werden konnten und/oder wo Gelegeschutzmaßnahmen getroffen wurden.

Der Rotschenkel steht auf der Roten Liste Schleswig-Holsteins auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) geführt.