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Schilfrohrsänger – Acrocephalus schoenobaenus

Sumpfrohrsänger

Lebensraum und Verbreitung in Schleswig-Holstein
Der Schilfrohrsänger ist eine typische Art der von Gräben durchzogenen Marschen und Marschseen im Westen des Landes und der ausgedehnten Flussniederungen. Im Osten ist er nur punktuell verbreitet. Er besiedelt nasse Röhrichte, Hochstaudenrieder, schilfbestandene Gräben und feuchte Verlandungszonen mit einzelnen Büschen als Singwarten für die Männchen und einer hohen Strukturvielfalt. Grenzlinien zwischen den einzelnen Lebensraumtypen und beweidetem Grünland werden bevorzugt.

Bestand und Bestandsentwicklung
Bis Mitte der 1990er Jahre wird der Bestand auf ca. 2000 Brutpaare geschätzt. Durch Nutzungsaufgabe und damit Verschilfung von Niederungen sind die Brutbestände des Schilfrohrsängers mittlerweile auf ca. 5000 Paare angestiegen. Einzelne Gebiete in der Eider-Treene-Sorge-Niederung, wie z. B. die Lundener Niederung weisen alleine schon Dichten von mehr als 150 Brutpaaren des Schilfrohrsängers auf. Hier breitet sich die Art weiter aus.

Gefährdung und Schutz
In der Umgebung wichtiger Brutplätze sollte durch gezieltes Weidemanagement die Strukturvielfalt erhalten bleiben bzw. verbessert werden. In manchen Niederungen könnten Wasserstandsanhebungen die Brutmöglichkeiten deutlich verbessern. Aufgrund der positiven Bestandsentwicklung und der Erschließung neuer Bruthabitate ist diese Art zurzeit nicht gefährdet.