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Uferschnepfe – Limosa limosa

Uferschnepfe

Lebensraum und Verbreitung in Schleswig-Holstein
Die Uferschnepfe besiedelt großflächige Marsch- und Niederungsgrünlandgebiete mit hohem Grundwasserstand und stocherfähigen Böden. Wichtig ist ein kurzrasiger Frühjahrsaspekt zur Ansiedlungsphase. Sie brütet bevorzugt auf feuchten Wiesen. Die Schwerpunkte der Verbreitung liegen in den Kögen der Westküste, den Nordseeinseln, auf Eiderstedt und in der Eider-Treene-Sorge-Niederung.

Bestand und Bestandsentwicklung
Noch um 1969 lag der Landesbestand bei ca. 2000 Brutpaaren. Die Bestände sind mittlerweile landesweit auf 1250 Paare bedingt durch die veränderte Grünlandbewirtschaftung zurückgegangen. Dieser negative Trend ist im gesamten nordeuropäischen Verbreitungsgebiet gegeben. Die Entwicklung in den verschiedenen schleswig-holsteinischen Gebieten ist gegenläufig. In den binnenländischen Brutgebieten, auf Eiderstedt und im Unterelberaum sind die Bestände stark zurückgegangen, während sie in den Naturschutzkögen an der Westküste und im Vorland zugenommen haben. In der Eider-Treene-Sorge-Niederung brüten zur Zeit ca. 80 Paare.

Gefährdung und Schutz
Die Bewirtschaftung der Grünlandflächen muss stärker an die Ansprüche der Uferschnepfe angepasst werden. Die richtige Balance von Naturschutzmaßnahmen, wie Extensivierung der Nutzung und Wasserstandsanhebungen und Bewirtschaftung des Grünlandes ist daher besonders wichtig. Wo es noch Vorkommen von Uferschnepfen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen gibt, ist eine enge Kooperation mit den Landwirten zum Schutz von Gelegen und Bruten sehr erfolgreich. Die Uferschnepfe wird aktuell auf der Roten Liste Schleswig-Holsteins als stark gefährdet (Rote Liste 2) geführt.