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Landschaftsgeschichte - die Eider

Eiderschleife

Die Eider bildet die Grenze zwischen den Landesteilen Schleswig und Holstein. Sie entspringt im östlichen Hügelland südlich von Kiel und windet sich auf einer Länge von 188 Kilometern von Osten nach Westen durchs Land. Bei Tönning mündet sie in die Nordsee. Die Eider ist der längste Fluss des Landes. Bis vor wenigen Jahrzehnten beeinflussten Ebbe und Flut die Wasserstände in der Eider bis über Rendsburg hinaus. In den Niederungsgebieten mussten die Bewohner von zwei Seiten mit Überschwemmungen rechnen: bei Sturmfluten wurde das Nordseewasser in die Eider hineingedrückt, und bei starken Regenfällen flossen Wassermassen aus den höher gelegenen Einzugsgebieten in die Flussniederungen. Seit dem Mittelalter versuchte man dem entgegenzuwirken: Eider, Treene und Sorge wurden bedeicht, die Treene nahe der Eidermündung in Friedrichstadt 1570 abgedämmt, die Sorge umgeleitet und 1630 der Sorgekoog über die Steinschleuse entwässert. Erst als die Schleuse Nordfeld im Jahr 1936 fertiggestellt war, gelang es, die Eiderniederung flussaufwärts dauerhaft vor Hochwasser zu schützen. Seit 1973 kann die gesamte Eider durch das mächtige Eidersperrwerk bei Tönning gegen Sturmfluten abgeriegelt werden.