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Wattenmeer – Nationalpark und Weltnaturerbe

Lebensräume Wattenmeer

Nationalpark Wattenmeer Die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge und das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer stehen in einer engen Beziehung zueinander. So mündet das gesamte Gewässersystem der Flusslandschaft über die Eider in die Nordsee. Dies merkt man heute besonders dann, wenn das Eidersperrwerk aufgrund von Sturmfluten geschlossen wurde und sich das abfließende Wasser in den Flüssen bis zur Uferkante staut. Bevor aber Schleusen und Deiche in der Region errichtet wurden, drang das Wasser der Nordsee bei Sturmfluten sogar weit bis in die Eiderniederung vor und verursachte zum Teil verheerende Überschwemmungen. Im Mündungsbereich der Eider ins Wattenmeer, zwischen Tönning und dem Eidersperrwerk, liegen heute die Naturschutzgebiete „Grüne Insel mit Eiderwatt“, „Dithmarscher Eidervorland mit Watt“ und „Katinger Watt“.

Das Wattenmeer ist ein weltweit einzigartiger Lebensraum. Er beschreibt eine Landschaft im Küstenbereich, die unter dem Einfluss der Gezeiten steht und zweimal täglich überflutet wird und wieder trocken fällt. Eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen haben sich diesen extremen Lebensbedingungen angepasst. Zudem ist das Wattenmeer das bedeutendste Rastgebiet für Zugvögel. Aufgrund seiner ökologisch herausragenden Bedeutung ist das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer als Biosphärenreservat, Nationalpark und seit 2009 auch von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt.