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Mit dem Rad auf den Spuren der Nordmänner

Wikinger-Friesen-Weg hat neuen Auftritt im Netz

Kultur und Natur: Der Wikinger-Friesen-Weg führt mitten durch die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge.
Kultur und Natur: Der Wikinger-Friesen-Weg führt mitten durch die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge.

St. Peter-Ording mit seinem weiten Nordseestrand im Westen, das idyllische Fischerdorf Maasholm im Osten und dazwischen fast 300 Kilometer Fahrradkilometer durch reizvolle Regionen wie Eiderstedt, Angeln oder die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge: Das ist der Wikinger-Friesen-Weg. Der beliebte Radfernweg hat im Rahmen eines Förderprojektes eine neue Internetpräsenz erhalten.
 
Mit der Anerkennung des Danewerk als Weltkulturerbe darf man davon ausgehen, dass das Interesse an der Schleswig-Holsteinischen Geschichte bei Urlaubern weiter zunimmt. Da passt es gut, dass der Wikinger-Friesen-Weg, der auf einer Route quer durchs nördliche Binnenland die Geschichte zweier für die Landeshistorie so bedeutender Volksgruppen erzählt, eine neue Internetpräsenz erhält.

Mit finanzieller Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium realisiert die Lokale Tourismusorganisation (LTO) Eider-Treene-Sorge/Grünes Binnenland ein Vorhaben, das nicht nur den Wikinger-Friesen-Weg, sondern auch den Eider-Treene-Sorge-Radweg und die Grenzroute durch attraktive Angebote neu in Wert setzt. „Mit dem Projekt bringen wir das Marketing unserer Fernradwege auf den neuesten Stand“, erklärt LTO-Sprecherin Marianne Budach. Dazu gehören Informationsbroschüren, Fotoshootings und die Erarbeitung sogenannter Sterntouren – Grund für letztere ist laut Budach der stetig zunehmende Trend zu Wochenend- und Tagestrips. Der erste Schritt sind jedoch attraktive Online-Präsenzen, wie sie jetzt der Wikinger-Friesen-Weg erhalten hat.

Als Urlauber muss man sich auf der neuen Website entscheiden zwischen Buchung als Pauschalreise und Individualurlaub: Die Pauschalen locken neben der fertigen Organisation mit Services wie Gepäcktransport, Lunchpaketen oder der „Schönwettergarantie“. Letztere ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, handelt es sich doch schlicht um eine Versicherung gegen schlechtes Wetter. Wenn es morgens unentwegt regnet, winkt bei Mitbuchung der Transportservice zum nächsten Quartier. Vor dem Ofen mit einem warmen Friesentee wird schließlich jede Wetterlage so richtig gemütlich. Die Idee liegt ganz auf dem Kurs der Landestourismusstrategie. Diese will weg von eitel Sonnenschein und hin zum unverfälschten Norden, wo es auch mal rau, windig und nass sein darf.
 
Oder man plant den Urlaub individuell und stellt sich vom Quartier über Zwischenstopps bis zu spannenden Sehenswürdigkeiten am Wegesrand einfach eine eigene Tour zusammen. Dabei hilft die Interaktive Karte, die sich als Element durch die gesamte Website zieht. Hier können interessante Orte schnell ausfindig gemacht und direkt angesteuert werden. So lassen sich die Etappen praktisch planen – oder man stöbert ein wenig durch die vielen Hofläden, Naturerlebnisräume und Museen. Das ist übrigens auch für Einheimische sehr interessant, zumal der Nutzer sich in Kürze sogar direkt zum gewünschten Ziel navigieren lassen kann, wie Budach berichtet.
 
 „Navigation war überhaupt ein wichtiges Thema bei der Konzeption, denn heutzutage sind immer mehr Gäste mit dem Smartphone als Navi unterwegs“, so Budach weiter. Viele bevorzugen laut der Geschäftsführerin der Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland aber nach wie vor die klassische Variante auf Papier. Deshalb sollen die Streckenabschnitte nicht nur als GPS-Daten heruntergeladen, sondern auf Wunsch auch ausgedruckt werden können.
 
Wer auf der historisch reizvollen Route einen persönlichen und kostenlosen Reiseleiter haben möchte, lädt sich einfach den Audioguide herunter. Dieser besteht aus mehr als 40 Audiotracks mit zugehörigen Hörstationen im Gelände, die mit dem Logo des Wikinger-Friesen-Wegs gekennzeichnet sind. So erfährt man beispielsweise, dass die Gemeinde Schwabstedt an der Treene einst ein „unfreiwilliger“ Bischofssitz war. Dem Bischof Bonde war 1268 die Residenz im Schloss Gottorf abgenommen worden, woraufhin ihm vom mächtigen Schleswiger Herzog nahelegt wurde, seinen Sitz nach Schwabstedt zu verlegen. Der historische Exkurs über die Machtkämpfe um das Herzogtum Schleswig wird umso plastischer, wenn man direkt vor Ort ist – auch wenn von einstigen Burg des Bischofs bis auf wenige Überreste nichts mehr zu sehen ist.
 
Wer den Wikinger-Friesen-Weg mit dem Rad erkunden möchte, findet alle Informationen auf www.wikinger-friesen-weg.de.